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Landwirtschaftliches Produktionspotenzial der Länder Osteuropas

13.01.2015 - (idw) Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

Fachpodium auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) am 15. Januar 2015 Halle (Saale), 13. Januar 2015 Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin findet auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) zum Thema Wertschöpfungskettenorientierte Entwicklung ländlicher Regionen in Osteuropa Perspektiven für Produktion von Nahrungsmitteln, Energie und technische Rohstoffe ein agrarpolitisches Fachpodium statt. Auf der Veranstaltung, die vom IAMO gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert wird, diskutieren angesehene Podiumsgäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Hinsicht des weltweit wachsenden Bedarfs an Nahrungsmitteln, Energieerzeugung und erneuerbaren Ressourcen über die Möglichkeiten und Herausforderungen für die Entwicklung ländlicher Regionen in Osteuropa.

Angesichts des großen und immer noch nicht ausgeschöpften landwirtschaftlichen Produktionspotenzials der Länder Osteuropas betonen internationale Experten die besondere Rolle dieser Region, um die weltweit steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen für die menschliche Ernährung, als Energieträger und zur technischen Anwendung langfristig befriedigen zu können. Diese Erwartungen treffen dabei auf einen sehr unterschiedlichen Entwicklungsstand der Landwirtschaft in Osteuropa. Auch wenn einzelne Regionen von sehr fruchtbaren Böden, günstigen Zugängen zu Exporthäfen und dem Einsatz moderner Produktionstechnologien profitieren, konnte in den meisten entlegenen Regionen mit weniger günstigen Bedingungen für die Agrarproduktion trotz staatlicher Fördermaßnahmen der Rückzug der Landwirtschaft und der zunehmende Verfall der Infrastruktur bisher nicht aufgehalten werden. Dies führt zu einem tiefgreifenden Strukturwandel in ländlichen Regionen, der durch den demografischen Wandel und die anhaltende Abwanderung junger Menschen in die Städte voraussichtlich noch weiter beschleunigt werden wird.

Nach den Eröffnungsansprachen durch Dr. Thomas Kirchberg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA), und Dr. Dietrich Guth, Abteilungsleiter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), wird IAMO-Direktor Professor Thomas Herzfeld mit einem Impulsvortrag die Problematik in der Landwirtschaft ländlicher Regionen Osteuropas erläutern. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion stellt Aleksander Petrikov, Vizeminister für Landwirtschaft der Russischen Föderation, die derzeitigen Strategien in der Agrarpolitik sowie Fördermaßnahmen zur Entwicklung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten in Russland vor. Unter Berücksichtigung der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage werden Tatiana Gubina, Geschäftsführerin des russischen Verbands der Kartoffel- und Gemüseproduzenten, und Josef Tillmann, Geschäftsführer bei Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG, auf die bisherigen Auswirkungen für die Produktion und den Handel im Agrarsektor zu sprechen kommen. Vladimir Rakhmanin, Beigeordneter Generaldirektor und Regional Repräsentant für Europa und Zentral Asien, und Dr. Walter Stinner vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) werden sich im Rahmen der Podiumsrunde mit der Notwendigkeit von Investitionen und den Aktivitäten zum Aufbau wettbewerblicher Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Die Moderation des Fachpodiums übernimmt der IAMO-Direktor Professor Thomas Herzfeld.

Das Fachpodium findet am 15. Januar 2015 von 15:30 17:30 Uhr im Saal M2/M3 des CityCube Berlin statt. Es wird in den Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch simultan übersetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte Medienvertreterinnen und Medienvertreter können sich für die Veranstaltung noch bis zum 14. Januar 2015 unter presse@iamo.de anmelden.

Des Weiteren wird sich das IAMO am 17. Januar 2015 in der Zeit von 9 - 15 Uhr im CityCube Berlin mit einem Informationsstand auf der Kooperationsbörse des GFFA präsentieren. Detaillierte Informationen zum Gesamtprogramm des GFFA 2015 finden Sie auf der folgenden Internetseite: www.gffa-berlin.de

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Über das IAMO

Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) widmet sich der Analyse von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in den ländlichen Räumen. Sein Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der sich erweiternden EU über die Transformationsregionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas bis nach Zentral- und Ostasien. Das IAMO leistet dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis des institutionellen, strukturellen und technologischen Wandels. Darüber hinaus untersucht es die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Agrar- und Ernährungssektor sowie die Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung. Für deren Bewältigung werden Strategien und Optionen für Unternehmen, Agrarmärkte und Politik abgeleitet und analysiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.

Pressekontakt am IAMO

Daniela Schimming
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 345 2928-330
Fax: +49 345 2928-499
presse@iamo.de
www.iamo.de

Über den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist als gemeinsames Organ der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zentraler Ansprechpartner deutscher Unternehmen für die Märkte Russland, Belarus, Ukraine, Zentralasien, Süd-Kaukasus und Südosteuropa. Er begleitet wichtige wirtschaftspolitische Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen mit diesen Ländern und fördert Handel, Investitionen und Dienstleistungstransfers deutscher Unternehmen in der Region. Mit der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft bündelt der Ost-Ausschuss als einzige Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft seit 2001 das internationale Engagement der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft und engagiert sich als Träger des GFFA Berlin e.V.


Pressekontakt beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Andreas Metz
Presse und Kommunikation
Tel.: +49 30 206167-120
Fax: +49 30 2028-2441
a.metz@bdi.eu
www.ost-ausschuss.de Anhang
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