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Forschungs- und Lehrboni als Neujahrsgruß der Uni Ulm

14.01.2015 - (idw) Universität Ulm

Am Mittwochvormittag sind die Forschungs- und Lehrboni der Universität Ulm für das Jahr 2014 vergeben worden. So "international" waren die Empfänger der Forschungsboni selten:
Ausgezeichnet wurden Dr. Pietro Silvi (Institut für komplexe Quantensysteme) aus Italien sowie die Chemikerin Dr. Yuzhou Wu, eine gebürtige Chinesin, die in Singapur studiert hat. Außerdem sind engagierte Dozenten der vier Fakultäten mit Lehrboni geehrt worden. Besonders talentierte Nachwuchsforscher und engagierte Dozenten sind am Mittwochvormittag mit Forschungs- und Lehrboni ausgezeichnet worden. Veranstaltungsort der feierlichen Übergabe, die erstmals im Januar und nicht in der Adventszeit stattfand, war die Villa Eberhardt. Sie erhalten die Boni an einer kleinen, dynamischen und vor allem aufstrebenden Universität. Immerhin zwei Rankings platzieren uns als beste junge Hochschule Deutschlands, betonte Professor Axel Groß, Vizepräsident für Forschung und Informationstechnologie, in seinem Grußwort. Er freue sich besonders, zwei junge Wissenschaftler auszuzeichnen, die ihr Heimatland verlassen haben, um in Ulm zu forschen.

Forschungsboni, dotiert mit je 10 000 Euro, sollen Nachwuchswissenschaftlern als Starthilfe für eigene Forschungsanträge dienen. Das Preisgeld wird hälftig von der Universität und der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) finanziert. Dementsprechend übergaben der Vizepräsident für Forschung sowie UUG-Geschäftsführer Dietrich Engmann die Urkunden an Dr. Yuzhou Wu und Dr. Pietro Silvi.

Dr. Yuzhou Wu ist für ihre Forschung besonders weit gereist: Die gebürtige Chinesin hat Chemie an der National University of Singapore studiert und ist dann ihrer Doktormutter, Professorin Tanja Weil, an die Uni Ulm gefolgt. Das Spezialgebiet der 29-Jährigen am Institut für Organische Chemie III: Die Herstellung und Anwendung von passgenauen Biomaterialien für die in vivo Sensorik und den gezielten Transport von Wirkstoffen etwa von Arzneistoffen zur Zelle.

Im Alter von 31 Jahren hat Dr. Pietro Silvi bereits zum besseren Verständnis des Übergangs von klassischen zu quantenmechanischen Phänomenen beigetragen. Durch Computersimulationen so genannter Eichgittertheorien beschreitet der Physiker am Institut für komplexe Quantensysteme zudem neue Wege in der Hochenergiephysik. Dafür erhält der Italiener den zweiten Lehrbonus der Uni Ulm. Professor Joachim Ankerhold, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, stellte beide Preisträger vor und würdigte ihre Forschung.

Die Lehrboni sollen Kollegen dabei unterstützen, weiter an ihren akademischen Karrieren zu arbeiten, sagte Professor Ulrich Stadtmüller. Der Vizepräsident für Lehre und Internationales wies zudem auf aktuelle Herausforderungen an den Universitäten hin etwa immer mehr Studienanfänger mit völlig unterschiedlichen Vorkenntnissen. Studierende der vier Fakultäten hatten ihre besten Dozenten für Lehrboni, dotiert mit 2000 Euro, vorgeschlagen.

Für die erfolgreiche Einführung einer neuen Prüfungsform in der Inneren Medizin wurden Dr. Marc Hänle und Dr. Eva Liebhardt (Innere Medizin I) geehrt. Den Lehrbonus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik erhielt Dr. Alexander Raschke vom Institut für Programmiermethodik und Compilerbau, der sich vor allem um den Studiengang Software Engineering verdient gemacht hat. Einen umfassenden Überblick über ihr Fachgebiet sowie eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis bescheinigten angehende Ökonomen Dr. Nicole Ratzinger-Sakel (Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung). Mit ihrer englischsprachigen Vorlesung bereite sie Studierende zudem auf ein internationales Umfeld vor. Den Lehrbonus der Naturwissenschaftler bekam Professor Marco Tschapka vom Institut für experimentelle Ökologie. Gelobt wird unter anderem das Modul Spezielle Tropenökologie, das Tschapka vor Ort in Costa Rica anbietet.

Potentielle Preisträger von morgen erhielten Zertifikate der Hochschuldidaktik. Mindestens 200 Arbeitseinheiten in ihre Lehrkompetenz investiert haben Dr. Isabel Boege, Dr. Anita Hausen und Lena Tepohl von der Medizinischen Fakultät. Dazu kommen Dr. Jens Maßberg und Michaela Eskin-Hämmerle (Mathematik und Wirtschaftswissenschaften) sowie die Naturwissenschaftlerin Dr. Sandra Lang und der Psychologe Dr. Florian Schmitz. Die Zertifikate wurden von Dr. Cornelia Gutmann, Leiterin der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Ulm, übergeben. Dietrich Engmann bezeichnete die Verleihung der Forschungs- und Lehrboni als besondere Feierstunde im Jahresablauf der Universität Ulm. Es sei der UUG ein besonderes Anliegen, hervorragende Wissenschaftler zu unterstützen.

Bildunterschrift (großes Gruppenbild oben):

fo_lehr_boni2015_5 (Foto: Eberhardt/Uni Ulm):
Freude über Forschungs- und Lehrboni sowie Zertifikate der Hochschuldidatik:
1. Reihe (v.l.): Dr. Pietro Silvi, Dr. Nicole Ratzinger-Sakel und Dr. Yuzhou Wu

2. Reihe (v.l.): Prof. Marco Tschapka, Lena Tepohl, Dr. Anita Hausen und Dr. Cornelia Gutmann (Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik)
3. Reihe (v.l.): Dr. Jens Maßberg, Dr. Isabel Boege, Dr. Eva Liebhardt und Dr. Alexander Raschke
4. Reihe (v.l.) Dr. Sandra Lang neben Dr. Florian Schmitz und Prof. Axel Groß, Vizepräsident für Forschung und Informationstechnologie
5. Reihe (v.l.): Dietrich Engmann (UUG), Prof. Ulrich Stadtmüller, Vizepräsident für Lehre und Internationales, und der Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Prof. Joachim Ankerhold
Es fehlt: Dr. Michaela Eskin-Hämmerle
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