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Leuphana: Richtfest für Zentralgebäude

15.01.2015 - (idw) Leuphana Universität Lüneburg

Die Leuphana Universität Lüneburg hat ein weiteres großes Etappenziel ihrer Campus-Neuentwicklung erreicht. Am kommenden Montag (19. Januar, 13 Uhr) feiert sie das Richtfest des Zentralgebäudes. Zahlreiche prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden zu diesem Festakt erwartet, darunter die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic. Auch Architekt Professor Daniel Libeskind wird der Zeremonie beiwohnen und zu den Gästen sprechen. Stiftungsrat und Präsidium der Hochschule bezeichneten im Vorfeld des Ereignisses das Gebäude als Meilenstein für den Fortschritt der Universität und als Impulsgeber für die gesamte Region. Der Entwurf steht sinnbildlich für das in Lüneburg verfolgte Hochschulmodell. Seit 2007 erneuert die Leuphana ihr Angebot in Forschung und Lehre fundamental. Ziel ist die Entwicklung einer modernen Universität für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Für ihr Modell, das weit über die Grenzen Lüneburgs Beachtung findet, wurde die Leuphana bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Fertigstellung des Zentralgebäudes unter der Regie der Leuphana ist für 2016 vorgesehen.

Mit fast 37 Metern wird in diesen Tagen der höchste Punkt des Gebäudes erreicht. Es verfügt über eine Gesamtnutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern. Die Forschung nimmt gut die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes ein. 2.700 Quadratmeter Fläche sind für ein Studierendenzentrum vorgesehen, 2.500 Quadratmeter für ein Seminarzentrum. Ein Auditorium Maximum bietet Platz für 1.200 Besucher. Getragen wird das Projekt von der Leitidee eines idealen Orts, an dem sich Studieren, Forschen und Leben miteinander vereinbaren lassen. Das neue Gebäude soll auch ein Ort des lebendigen Austausches zwischen Universität und Region werden.

Das Zentralgebäude setzt neue Maßstäbe für öffentliche Bauten. Dies gilt sowohl für die Architektur als auch mit Blick auf Energieeffizienz. Energieoptimiertes Bauen steht im Vordergrund. Es besticht durch technologische Innovationen, darunter Vakuumisolierverglasung, den Einbau von PCM (Phase Change Materials) sowie verschiedene Bausteine für eine nutzerabhängige Gebäudeleittechnik. Die aktuelle Konzeption orientiert sich an den Standards eines Net Zero Emission Buildings (NZEB). Nach der vollständigen Inbetriebnahme könnte in der Gesamtbilanz mehr Energie produziert als verbraucht werden.

Die Baukosten sind mit rund 72,3 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung ist gesichert, auch für mögliche Risiken hat die Universität Vorsorge getroffen. Den Löwenanteil tragen der Bund und Land Niedersachsen, die Europäische Union sowie Stadt und Landkreis Lüneburg. Auch katholische und evangelische Kirche, die Jüdischen Gemeinden Niedersachsen und die Klosterkammer sind, wie auch die Universität selbst, an der Finanzierung beteiligt.

Die Leuphana befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Wehrmachtskaserne. Der Entwurf von Daniel Libeskind, der in Lüneburg nebenberuflich als Professor lehrt, setzt dazu bewusst einen Kontrapunkt. Für seine Arbeit suchte der Architekt den intensiven Austausch mit Studierenden, um Wünsche und Vorstellungen der wichtigsten Nutzergruppe in die Entwicklung einfließen zu lassen. Mit dem Zentralgebäude werden nun vorhandene Strukturen aufgebrochen. Es symbolisiert den freien Ansatz und die Vielschichtigkeit der Wissenschaft sowie Offenheit, Transparenz und demokratische Verpflichtung zugleich.
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