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Social Entrepreneurship. Ich möchte die Läden in 600.000 Dörfern Indiens nachhaltiger machen

19.01.2015 - (idw) HHL Leipzig Graduate School of Management

Indischer Bundeskanzler-Stipendiat forscht an der HHL über Aldi, Lidl und das Prinzip des Dorfladens. Mit einem Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt Stiftung ausgestattet, arbeitet Varun Kashyap (26) aus der nordindischen Stadt Chandigarh seit Ende 2014 an Deutschlands ältester BWL-Uni. An der Schumpeter-Juniorprofessur Entrepreneurship und Technologietransfer der HHL Leipzig Graduate School of Management forscht der Wissenschaftler über die Rolle der Logistik und der Technologie in Geschäftsmodellen des Einzelhandels und, hiervon abgeleitet, Wegen zur Nachhaltigkeit.

Aldi & Co. als Vorbild für indischen Einzelhandel

Varun Kashyap versteht sich als ein Social Entrepreneur, d.h. für ihn geht es beim Unternehmertum nicht primär um Profit sondern um einen gesellschaftlichen Mehrwert. Visionär sagt er: Ich möchte die Läden in 600.000 Dörfern Indiens nachhaltiger machen und dadurch Veränderungen in der Gesellschaft hervorrufen. Als Mittel der Wahl sieht Varun Kashyap hierbei die Effizienzsteigerung auf dem kleinteiligen Markt des indischen Einzelhandels mittels des Einsatzes von Technologie und Prozessoptimierung. Durch seine Forschung der verschiedenen On- und Offline-Geschäftsmodelle deutscher Handelsketten wie Aldi, Lidl oder Edeka erhält der Wissenschaftler viele Impulse für seine Forschung. Auch aufgrund der überwiegend ländlichen Struktur Indiens ist für Varun Kashyap der Blick auf die deutschlandweit über 200 Dorfläden, die als Bürgerinitiativen auf die Nahversorgung im ländlichen Raum abzielen, spannend.

HHL erste Wahl für Unternehmertum

Ein Traum wurde wahr, sagt Varun Kashyap, wenn er über das Bundeskanzler-Stipendium spricht. Für den Leistungssportler in den Disziplinen Fußball und Leichtathletik ist es eine sehr große Ehre, gemeinsam mit anderen angehenden Führungskräften aus Brasilien, China, Indien, Russland oder den USA in das Programm der auch in Indien sehr renommierte Alexander von Humboldt Stiftung aufgenommen worden zu sein. Für die HHL hat sich der junge Inder aufgrund der Internationalität der Leipziger Manager- und Gründerschmiede entschieden. Darüber hinaus ist sich Varun Kashyap sicher: Aufgrund ihres ausgezeichneten Entrepreneurship-Fokus ist die HHL die Nummer eins für alle, die sich mit Unternehmensgründungen in Theorie und Praxis beschäftigen.

Inder vom World Economic Forum als Global Shaper ernannt

Varun Kashyap ist gemeinsam mit Monika Shukla Mitbegründer und sogenannter Chef-Evangelist von LetsEndorse (www.letsendorse.com), einer Crowdsupport-Plattform im Internet, auf der Nicht-Regierungsorganisationen, Unternehmen, Bürger und Regierungen sich austauschen, um engagiert den Wandel in sozialen Fragen herbeizuführen. Von 2012 bis 2013 hat Varun Kashyap als Stipendiat Young Indian Fellow ein von der indischen Ashoka-Universität in Zusammenarbeit mit u.a. der US-amerikanischen University of Pennsylvania organisiertes multidisziplinäres Entwicklungsprogramm für Führungskräfte absolviert. Zuvor, im Jahr 2010, hat der Social Entrepreneur Suvidha Bazaar gegründet. Von der auf die Lieferkette fokussierenden Initiative für frische Produkte vom Bauernhof profitierten sowohl die Landwirte als auch die Endverbraucher. 2014 wurde Varun Kashyap vom World Economic Forum als sogenannter Global Shaper (weltweiter Gestalter) nominiert.

Über die Schumpeter-Juniorprofessur für Entrepreneurship und Technologietransfer an der HHL Leipzig Graduate School of Management

Jun.-Prof. Dr. Vivek K. Velamuri ist der Schumpeter-Juniorprofessor Entrepreneurship und Technologietransfer der HHL. Förderer dieser Juniorprofessur ist die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer. Jun.-Prof. Dr. Velamuris Forschungsschwerpunkt liegt auf der hybriden Wertschöpfung, d.h. dem Prozess der Generierung von Mehrwert durch die Integration von Produkten und Dienstleistungen zu aufeinander abgestimmten Angeboten. Über dieses Thema hat er auch bis Mai 2011 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl Prof. Dr. Kathrin M. Möslein) mit summa cum laude promoviert. Durch Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie am Lehrstuhl von Frau Professor Möslein mit dem Fokus auf Innovation und Wertschöpfung erlangte Jun.-Prof. Dr. Verlamuri vielfältige Erfahrungen. Darüber hinaus weist der Juniorprofessor, der einen MBA-Abschluss der HHL besitzt, einen soliden Hintergrund in der Lehre auf. Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmern motivierte Jun.-Prof. Dr. Velamuri, einen Kurs für Studenten zu initiieren, in dem diese Fallstudien zu Startups erstellen. http://www.hhl.de/entrepreneurship

Über die Gründerschmiede HHL Leipzig Graduate School of Management

Mit über 150 Gründungen, die in den letzten 17 Jahren von HHL-Absolventen ausgegangen sind, hat sich Deutschlands erste Adresse für den Management-Nachwuchs auch zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Durch das unternehmerische Engagement der Gründer konnten bereits mehr als 2.500 Jobs geschaffen werden, über 1.100 davon allein in der Region Leipzig. 2013 und auch 2014 errang die HHL einen der drei ersten Plätze für die besten Gründerhochschulen in Deutschland innerhalb des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) herausgegebenen Rankings Gründungsradar. Laut der Financial Times liegt die HHL im Bereich Entrepreneurship innerhalb des M.Sc.- sowie des EMBA-Programms national auf Platz 1 bzw. global unter den Top 5. http://www.hhl.de/EntrepreneurialGraduateSchool Weitere Informationen:http://www.hhl.de/entrepreneurshiphttp://www.hhl.de/EntrepreneurialGraduateSchoolhttp://www.hhl.de

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