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Politische Gewalt im urbanen Raum - europäische und globale Perspektiven. Tagung im HIS

20.01.2015 - (idw) Hamburger Institut für Sozialforschung

Städtenamen Tunis, Athen, Madrid, Kiew, Kairo, Caracas, Bangkok, Hong-Kong stehen für eine globale Welle von Protesten. Die nicht öffentliche Tagung Politische Gewalt im urbanen Raum, die am 12. und 13. Februar im Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) stattfindet, befasst sich mit der zumindest gefühlten Zunahme von gewaltsamem Protest in jüngerer Zeit. In der EU scheint diese Protestkultur so etwas wie einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Das europäische Projekt, das bis zur Krise auf wachsenden Wohlstand und sozialen Frieden setzte, stößt zuletzt etwa in Griechenland oder Spanien auf verschärfte Widerstände.

Städte mit ihrer spezifischen sozialen, kulturellen, politischen und nicht zuletzt räumlichen Gestalt geben den Boden und den Rahmen für diese politische Gewalt ab.
Die Tagung befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Gewalt und Stadtraum. Es geht um die Phänomenologie des Protests und der Gewalt, um ihr Verhältnis zum sozialen Raum, zu den sozialen Klassen und den Zugehörigkeitsgruppen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, England und Frankreich diskutieren in vier Themenschwerpunkten u.a. darüber, wie die Verflechtungen zwischen verschiedenen Protesten und Stadträumen funktionieren. Zur Frage steht, wann eine Protestwelle als solche wahrgenommen wird und wie Sicherheitsinstanzen (Polizei, Militär, Wachdienste) den Stadtraum mitgestalten. Debattiert wird der Zusammenhang von Gewalt und Raum, von sozialer Segregation und Verdrängung der Gewalt an die Stadtränder und in bestimmte Viertel.

Die Tagung beginnt am 11. Februar 2015 um 20 Uhr mit einem öffentlichen Abendvortrag im Hamburger Institut für Sozialforschung (Mittelweg 36, 20148 Hamburg). Fabien Jobard spricht darüber, Wie man Politik mit städtischer Gewalt macht. Gefragt wird u.a., ob es sich bei den städtischen Revolten um an Konsumbedürfnissen orientierte Plünderungen oder doch um eine spezifische Form der Politik handelt.

Die Tagung ist eine Kooperation zwischen dem Projekt Urbane Gewalträume (Centre Marc Bloch [CMC, Berlin] / Verbund Saisir l´Europe), dem Centre de Recherche Sociologique sur le Droit et les Institutions Pénales (CESDIP, Paris) und dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS).

Gern vermitteln wir einen Kontakt zu den wissenschaftlichen Organisatoren der Tagung PD Dr. Ulrich Bielefeld (HIS), Prof. Dr. Fabien Jobard (CESDIP) und PD. Dr. Daniel Schönpflug (CMB).

Dr. Regine Klose-Wolf
Hamburger Institut für Sozialforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Tel. 040 / 41 40 97-12
Presse@his-online.de Weitere Informationen:http://www.his-online.de/presse/presseinformationen0/presseinformationen/news/po... Die Presseinformationhttp://www.his-online.de/veranstaltungen/9197/ Eröffnungsvortrag von Fabien Jobardhttp://www.saisirleurope.eu/de/teilprojekte/urbane-gewaltr%C3%A4ume zur Website von Saisir l'Europehttp://www.cmb.hu-berlin.de/ zur Website des Centre Marc Bloch
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