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Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis der Leuphana wird vergeben

22.01.2015 - (idw) Leuphana Universität Lüneburg

Am 27. Januar 2015, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wird an der Leuphana Universität Lüneburg der Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis verliehen. Die in diesem Jahr mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung, mit der ethisches Widerstandshandeln während des Nationalsozialismus in den Blick der Öffentlichkeit gerückt werden soll, wird zum sechsten Mal vergeben. Die Preisverleihung wird unterstützt durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft. Die Bekanntgabe der prämierten Arbeit erfolgt im Rahmen einer Festveranstaltung um 18.00 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek auf dem Campus Scharnhorststr. 1 der Leuphana Universität Lüneburg. Dr. Detlev Hosenfeld, Sohn von Wilm Hosenfeld, und Dr. Jorinde Krejci, Tochter von Wilm Hosenfeld, werden bei der Veranstaltung ebenso anwesend sein wie Dr. Halina Szpilman, die Witwe von Wladyslaw Szpilman.

Die diesjährige Preisverleihung wird begleitet von der Ausstellung Vor aller Augen Fotodokumente nationalsozialistischen Terrors in der Provinz. Die deutsch-englischsprachige Ausstellung beinhaltet etwa 100 Fotografien, die aus rund hundert lokalen Archiven und Sammlungen Deutschlands stammen: Sie zeigen die Deportation deutscher Juden vor den Augen von Schulkindern und Passanten, das Anprangern und Kahlscheren von Frauen auf öffentlichen Plätzen, Propaganda- und Boykottaktionen von SA und SS gegen jüdische Geschäfte und viele andere Szenen, in denen Menschen vor aller Augen bloßgestellt und gedemütigt, bedroht, verhaftet und
abtransportiert wurden.

Gäste sind herzlich willkommen. Die Veranstalter bitten um Anmeldungen unter Angabe der Anzahl der Begleitpersonen per Mail an gedenkpreis@leuphana.de

Hintergrund:
Der Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis wurde im Jahr 2005 erstmals verliehen.
Mit der Vergabe des Preises soll des Lehrers und Wehrmachtsoffiziers Wilm Hosenfeld und des Pianisten und Komponisten Wladyslaw Szpilman gleichermaßen gedacht werden. Weil die Ehrung der Retter zugleich eine Ehrung der Geretteten bedeuten muss, ist das thematische Spektrum der auszuzeichnenden Projekte sowohl am ethischen Widerstandshandeln zur Zeit des Nationalsozialismus als auch an den beruflichen Tätigkeiten von Wilm Hosenfeld und Wladyslaw Szpilman orientiert.
Eingereicht werden konnten musikwissenschaftliche Untersuchungen, Forschungsarbeiten aus den Kultur- und Geisteswissenschaften und Untersuchungen aus pädagogischer Perspektive.
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