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Kopflos aber romantisch

23.01.2015 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Filmreihe zum Jenaer Romantikjahr startet am 28. Januar mit Schauermärchen Bei Romantik und Film fällt der erste Gedanke nicht sofort auf Sleepy Hollow von Tim Burton. Der kopflose Reiter, der mit erhobenem Säbel aus dem blauen Nebel kommt, ist dennoch das Motiv für die Plakate zu einer romantischen Filmreihe. Denn Romantik ist viel mehr als das süße Schöne, die Liebe zu und Sehnsucht nach Natur und Unendlichkeit, meint Dr. Claudia Tittel von der Universität Jena. Die Filmreihe bietet nicht nur eine große Bandbreite an verschiedenen Romantikrezeptionen der letzten hundert Jahre, sondern zeigt auch herausragende Filme der Filmgeschichte, sagt die Kuratorin des Programms, das gemeinsam mit JenaKultur und dem Kino im Schillerhof erarbeitet wurde und im Rahmen des Jenaer Romantikjahres 2015 präsentiert wird.

Zu sehen sind im Kino im Schillerhof (Helmboldstraße 1) sechs Filme, den Anfang macht am 28. Januar Sleepy Hollow. Regisseur Tim Burton verwendet in seinem Werk zahlreiche romantische Motive: Von den verwunschenen Wäldern, dem geheimnisvollen kopflosen Reiter bis zur Farbsymbolik können Bezüge zur Romantik hergestellt werden. Auf diese wird die Filmwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin Tittel bei jedem Film der Reihe in einer kurzen Einführung gezielt hinweisen. Doch noch aus einem anderen Grund haben sich die Organisatoren für Sleepy Hollow zum Start der Reihe entschieden: Aus rechtlichen Gründen darf der Film nur noch bis Ende des Monats öffentlich in Deutschland gezeigt werden im Schillerhof bietet sich also eine der letzten Gelegenheiten, den Film auf einer Kinoleinwand zu erleben.

Aber auch die anderen ausgewählten Filme versprechen jeweils mittwochs ab 19 Uhr jede Menge romantische Ästhetik. Mit Das Cabinet des Dr. Caligari (R. Wiene) und Faust (F. W. Murnau) stehen zwei kanonische Filme des Expressionismus im Mittelpunkt, bevor mit Michael Kohlhaas (A. des Pallières) ein romantischer Stoff mit filmischen Mitteln neu erzählt wird. Die Liebesgeschichte der Pianistin Clara Wieck mit dem Komponisten Robert Schumann hingegen steht in Frühlingssinfonie (P. Schamoni) im Zentrum.

Die letzte DEFA-Filmproduktion, Novalis: Die blaue Blume, markiert den Abschluss der Filmreihe im Schillerhof. Schließlich ist Blau das Leitsymbol der Romantiker und Blau spannt auch den Bogen von Sleepy Hollow bis zur DEFA-Produktion von Herwig Kipping.

Kontakt:
Dr. Claudia Tittel
Kunsthistorisches Seminar der Universität Jena
Fürstengraben 18
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944141
E-Mail: claudia.tittel[at]uni-jena.de Weitere Informationen:http://www.schillerhof.org/index.php?show=sond_S6&week=0&sonderr=6 - Informationen zum Programm der Filmreihe.
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