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Mannheimer Krebsforscher für Arbeiten zum Myelodysplastischen Syndrom ausgezeichnet

26.01.2015 - (idw) Universitätsmedizin Mannheim

Eine der höchsten Auszeichnungen Deutschlands im Bereich Krebsforschung an PD Dr. Nowak Der Mannheimer Hämatologe Privatdozent Dr. med. Daniel Nowak wird für seine aktuelle wissenschaftliche Arbeit mit dem Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis ausgezeichnet. PD Dr. Nowak erforscht an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg die Entstehungsmechanismen des Myelodysplastischen Syndroms, einer Krankheit, bei der die Blutbildung gestört ist und die zum Blutkrebs führen kann.

Der von der Deutschen Hypothekenbank gestiftete, mit 10.000 Euro dotierte Preis wird dem 38-jährigen Wissenschaftler am Mittwoch, den 4. Februar 2015, in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vom Präsidenten der MHH, Professor Dr. Christoph Baum, und Andreas Rehfus, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypothekenbank, übergeben. Bei der Preisverleihung stellt PD Dr. Nowak seine ausgezeichnete Arbeit vor, unter dem Titel: Myelodysplastische Syndrome komplexe molekulare Pathogenese und ein neues in vivo Model. Die Laudatio hält Prof. Dr. med. Arnold Ganser, Direktor der Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation der MHH.

Der Forschungspreis, der gemeinsam mit der Johann-Georg-Zimmermann-Medaille vergeben wird, zählt zu den ältesten und höchsten Auszeichnungen Deutschlands im Bereich der Krebsforschung. Es werden damit herausragende wissenschaftliche Arbeiten junger Nachwuchswissenschaftler in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewürdigt.

PD Dr. Nowak hat als Leiter und Koordinator wissenschaftlicher Projekte auf dem Gebiet des Myelodysplastischen Syndroms (MDS) und der Akuten Myeloischen Leukämie (AML) Ausgezeichnetes geleistet. In Mannheim hat er sehr erfolgreich zwei wesentliche Schwerpunkte aufgebaut. Zum einen etablierte er den Bereich der translationalen Forschung an der III. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, mit einem besonderen Augenmerk auf die Anwendung von Hochdurchsatz-Methoden zur molekularen Charakterisierung von primären Patientenproben.

Zum anderen hat er konsequent und erfolgreich in guter Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen die Grundlagenforschung zu den Entstehungsmechanismen beim MDS vorangetrieben. In diesem Zusammenhang war er gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) auch mit daran beteiligt, die weltweit erstmalige Etablierung eines Modells umzusetzen, das es ermöglicht, defekte Blutstammzellen von MDS-Patienten zu vermehren und untersuchen zu können ein MDS-Mausmodell der chronischen Krankheitsphase. Davon zeugt auch eine Publikation in Cell Stem Cell aus dem Sommer 2014.

Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis
Die Förderstiftung MHH plus verleiht den von der Deutschen Hypothekenbank gestifteten Johann-Georg-Zimmermann-Preis seit mehr als 40 Jahren an junge Nachwuchsforscher für deren aktuelle, herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zählt zu den ältesten und bestdotierten Auszeichnungen Deutschlands im Bereich der Krebsforschung.

Preisverleihung
am Mittwoch, 4. Februar 2015, 15.30 Uhr
Medizinische Hochschule Hannover
Hörsaal M, Klinisches Lehrgebäude J1, Ebene 01, Raum 1140
Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover

Publikation
Myelodysplastic cells in patients reprogram mesenchymal stromal cells to establish a transplantable stem cell niche disease unit.

Medyouf H., Mossner M., Jann J.C., Nolte F., Raffel S., Herrmann C., Lier A., Eisen C., Nowak V., Zens B., Müdder K., Klein C., Obländer J., Fey S., Vogler J., Fabarius A., Riedl E., Roehl H., Kohlmann A., Staller M., Haferlach C., Müller N., John T., Platzbecker U., Metzgeroth G., Hofmann W.K., Trumpp A., Nowak D.
Cell Stem Cell. 2014 Jun 5;14(6):824-37. Weitere Informationen:http://dx.doi.org/10.1016/j.stem.2014.02.014 - DOI Anhang
Pressemitteilung
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