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Metals in Biology Cellular Functions and Diseases

28.01.2015 - (idw) Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V.

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie wird ihr 66. Mosbacher Kolloquium vom 26. bis 28. März 2015 in Mosbach/Baden dem Thema Biologie der Metalle widmen. Die Konferenz wird von Prof. Dr. Roland Lill, Universität Marburg, Prof. Dr. Martina Muckenthaler, Universitätsklinikum Heidelberg und Prof. Dr. Ralf-R. Mendel, TU Braunschweig, organisiert und hat die Ziele, das spannende und hochaktuelle Forschungsthema mit internationalen Gästen zu diskutieren und den deutschen Nachwuchswissenschaftlern einen erstrangigen Einblick in das Thema zu bieten. Metalle wie Eisen, Kupfer, Molybdän und Zink sind für unser Leben unverzichtbar. In unserem Körper helfen diese Metalle z.B. bei der Energieumsetzung und machen viele Stoffwechselreaktionen erst möglich. So ist Eisen als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Häm nicht nur für den Transport und die Nutzung des Sauerstoffs im Körper verantwortlich. Das Metall kann auch viele Enzymreaktionen bei der Synthese und Reparatur des genetischen Materials, der DNA, unterstützen und ist damit für die Fortpflanzung essentiell. Die verminderte Aufnahme oder Nutzbarkeit von Eisen und anderen Metallen kann daher zu Mangelerkrankungen führen, die sich z.B. durch neurologische, hämatologische oder metabolische Defekte äußern können. Paradoxerweise ist auch ein Überschuss an Metallen nicht gesund, da Metalle für Körperzellen aufgrund ihrer hohen Reaktivität gefährlich werden können und schadhafte Reaktionen hervorrufen, die ebenfalls zu Krankheiten, z.B. der Eisenspeichererkrankung Hämochromatose, führen können. Daher muss die Aufnahme und Nutzung der Metalle in Körperzellen genau kontrolliert werden. Dazu besitzen biologische Zellen eine komplexe Ausstattung an Proteinen, die den Metallhaushalt steuert und die Nutzung der Metalle genau überwacht.

Das Mosbacher Kolloquium 2015 zum Thema Biologie der Metalle widmet sich der vielfältigen Funktion diverser Metalle nicht nur beim Menschen, sondern in der ganzen belebten Welt. So sind Metalle auch von großer Bedeutung für Algen und helfen ihnen, Sonnenlicht zu fixieren und daraus Zucker oder Wasserstoff zu synthetisieren, was man potentiell als Energiequelle nutzen kann. In Bakterien und Hefen kann man Metalle einsetzen, um Ausgangstoffe für neue Arzneimittel oder Kosmetika biosynthetisch herzustellen. Die auf dem Kongress besprochenen Forschungsthemen decken daher ein breites Interessensfeld von biochemischen und zellbiologischen Fragen bis hin zur Biomedizin ab. Das Treffen bringt Spitzenforscher der ganzen Welt nach Mosbach, um den Austausch neuester Erkenntnisse auf diesem Forschungsfeld zu ermöglichen und die Jungforscher zu neuen Anstrengungen zu motivieren. Langfristig werden die Ergebnisse aus den aktuellen Forschungsarbeiten zu Anwendungen in der Therapie von Metall-verursachten Erkrankungen und zur biotechnologischen Nutzung der Metallfunktion in Hefen, Algen und anderen Organismen führen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie unter http://www.mosbacher-kolloquium.org.

Die GBM
Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ist die größte biowissenschaftliche Fachgesellschaft Deutschlands. Mit ihren ca. 5300 Mitgliedern engagiert sie sich für die Interessen aller, die in den dynamischen und zukunftsträchtigen Disziplinen zwischen Chemie, Medizin und Biologie arbeiten und forschen - vom Professor bis zum Erstsemester. Ob Deutsche Forschungsgemeinschaft, Journalisten, Behörden oder die Fachverbände anderer Disziplinen: Wer Expertise in Fragen der Biochemie und molekularen Biowissenschaften braucht, wendet sich bevorzugt an die GBM. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.gbm-online.de.

Das Mosbacher Kolloquium
Seit 1950 veranstaltet die GBM jährlich im Frühjahr eine internationale Tagung zu einem aktuellen biochemischen oder molekularbiologischen Schwerpunktthema. Schauplatz der Konferenz ist die kleine badische Stadt Mosbach. Die Mosbacher Kolloquien versammeln regelmäßig führende Experten aus aller Welt. Nähere Informationen sowie das jeweils aktuelle Programm finden Sie unter http://www.mosbacher-kolloquium.org.

Ansprechpartner:


Prof. Dr. Roland Lill
Institut für Zytobiologie
Philipps-Universität Marburg
Robert Koch Str. 6
35037 Marburg
Tel.: +49-6421-286 6483 (Sekr.)
Fax: +49-6421-286 6414
Email: lill@staff.uni-marburg.de

Kontakt GBM:

Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM e.V.)
Mörfelder Landstr. 125
60598 Frankfurt/Main
Tel: +49 (0)69 660567-0
http://www.gbm-online.de

Dr. Anke Lischeid
Geschäftsstellenleitung
Tel.: +49 (0)69 660567-12
Email: lischeid@gbm-online.de
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