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Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen sinken preisbereinigt

28.01.2015 - (idw) Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung

Im Rahmen der Diskussion über die Verkehrsinfrastruktur kommt das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass der Güterverkehr in Niedersachsen in den letzten Jahren schneller gewachsen ist als im Bundesdurchschnitt. Trotz dieses Anstiegs waren die letzten zwei Jahrzehnte preisbereinigt aber von einem deutlichen Rückgang der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur gekennzeichnet. Die Diskussion über die Verkehrsinfrastruktur genießt aktuell eine hohe Aufmerksamkeit in Deutschland. Das Jahr 2015 ist die entscheidende Phase der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans. Er bildet die Grundlage, auf der über wesentliche Infrastrukturprojekte in den kommenden Jahren entschieden wird. In einer heute erschienenen Studie hat das NIW wesentliche Fakten, Argumente und Handlungserfordernisse im Hinblick auf die Verkehrsinfrastruktur und die Logistikwirtschaft in Niedersachsen erarbeitet.

Seit 1995 sind der Güterumschlag, das Transportaufkommen und die Transportleistung in Niedersachsen im Vergleich zu den anderen Bundesländern überdurchschnittlich stark gewachsen. Dieser Entwicklungstrend ist bei allen Verkehrsträgern (Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt) mit Ausnahme des Seeverkehrs zu erkennen. Die Investitionen in den Bau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen sind im betrachteten Zeitraum in etwa gleich geblieben. In realen Preisen bedeutet die stagnierende Entwicklung aber einen deutlichen Rückgang der Investitionen. Dadurch ist in vielen Bereichen ein Nachhol- und Ersatzbedarf entstanden. Probleme zeigen sich vor allem bei Hafenhinterlandverbindungen, Verkehrsknotenpunkten und Brücken, wobei weniger ein Mangel an Strecken als vielmehr qualitative Aspekte der Leistungsfähigkeit maßgeblich sind.

Die Logistikwirtschaft in Niedersachsen ist nicht nur aufgrund der hohen Beschäftigtenzahl ein wichtiger Wirtschaftszweig. Durch ihr Angebot innovativer Logistikdienstleistungen sichert sie zusammen mit einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur die Wettbewerbsfähigkeit der anderen niedersächsischen Schlüsselbranchen (wozu unter anderem der Fahrzeugbau, Schiffbau und Maschinenbau, die Ernährungswirtschaft sowie erneuerbare Energien gehören). Zukünftig besitzt die Logistikwirtschaft trotz neuer Herausforderungen weiteres Wachstums- und Innovationspotenzial.

Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und die gezielte Weiterentwicklung der Logistikwirtschaft sind somit in gleicher Weise für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Niedersachsen unerlässlich. Die niedersächsischen Schlüsselindustrien sind auf leistungsstarke Verkehrssysteme und effiziente Logistikdienstleistungen angewiesen. Weitere Informationen:http://www.niw.de/uploads/pdf/Newsletter/niw-info-spezial_2015_1.pdf
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