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Unternehmenslandschaft Sachsen-Anhalts steht vor gravierenden Veränderungen

02.02.2015 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Wirtschaftswissenschaftler der Universität Magdeburg untersuchten Auswirkungen veränderter Marktbedingungen auf Geschäftsmodelle von KMU Die kleinen und mittleren Unternehmen Sachsen-Anhalts stehen vor gravierenden Herausforderungen bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle. Das ergaben zwei Studien des Teams um den Wirtschaftswissenschaftler Prof. Sven M. Laudien von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU).

Die Studien zeigen, dass sich vor allem die Maschinenbaubranche mit ihrer traditionellen Produktfokussierung dem globalen Markt durch neue Geschäftsmodelle anpassen muss. Die meist nach 1990 gegründeten Unternehmen stehen in diesem Prozess auch noch vor der besonderen Situation eines gerade stattfindenden Generationswechsels.

Für eine der Studien untersuchten die Ökonomen die Situation von knapp 20 kleinen und mittleren Maschinenbauunternehmen des Landes. Im Ergebnis zeigt sich, dass für die Unternehmen aktuell nicht mehr nur das reine Produkt im Fokus steht. Service als Ergänzung zum Produkt wird immer entscheidender für die Wettbewerbsfähigkeit.

Für das Land Sachsen-Anhalt bedeutet diese Veränderung gleichzeitig eine Her-ausforderung und ein Chance, so der Leiter der Studie, der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Sven M. Laudien vom Lehrstuhl für Internationales Management. Auch wenn Unternehmen dieser Veränderungsnotwendigkeit unterschiedlich begegnen, so zeigt sich ein genereller Trend zur Schaffung neuer Arbeitsplätze im Servicebereich. Da sich durch Serviceangebote aufgrund der Schwierigkeit ihrer Imitation vielfach ein langfristiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen erreichen lässt, könnte diese Entwicklung die Wirtschaft Sachsen-Anhalts nachhaltig stärken.

Ursachen dieser Entwicklung seien einerseits der sich wandelnde Markt als Bezugsgröße andererseits die wachsende Macht der Kunden, so Laudien. Kunden haben sich mehr und mehr vom bloßen Konsumenten zum Partner und zu einer wichtigen Ressourcenquelle von Unternehmen entwickelt. Gerade enge, durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnete Märkte zwingen Unternehmen dazu, zusätzliche Serviceangebote wie bspw. Planung, Schulungen oder Beratungen zur optimalen Produktnutzung bereitzustellen, um die Kundenbindung zu erhöhen und Kundenwünsche zu befriedigen.

Ausgenommen von diesen Veränderungen ist laut den Wirtschaftswissenschaftlern die regionale Automobilzulieferindustrie. Dort gäbe es wenig Handlungsspielraum, da die Unternehmen als eine Art verlängerte Werkbank der Automobilkonzerne ferngesteuert agierten.

Das Unternehmen Lexware GmbH unterstützte die Studie mit einer großzügigen Spende. Weitere Informationen unter http://www.im.ovgu.de und http://www.lexware.de.
Eine der Studien wurde jüngst mit einem Preis der renommierten Strategic Management Society gewürdigt.

Ansprechpartner:
Vertr.-Prof. Dr. Sven M. Laudien, Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre insb. Internationales Management, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: 0391 67-58953; E-Mail: sven.laudien@ovgu.de
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