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Prävention: Universitäts KrebsCentrum Dresden präsentiert interaktiven Lehrfilm

03.02.2015 - (idw) Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Mit einem 45-minütigen, interaktiven Film, einem Online-Feedback und einer Gesundheitswerkstatt, geht das Präventions- und Bildungszentrum am Universitäts KrebsCentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden neue Wege. Die Kombination aus einem Video und einem Online-Feedback animiert Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren, im Rahmen des Schulunterrichts darüber nachzudenken, wie sie durch ein gesundheitsbewussteres Verhalten ihr eigenes Krebsrisiko verringern können. Als Klasse können sich die Jugendlichen dann für eine Gesundheitswerkstatt entscheiden, um nachhaltig etwas für ihre Gesundheit zu tun. Das Präventions- und Bildungszentrum hat dazu ein pädagogisches Konzept für das interaktive Video sowie entsprechende Unterrichtsmaterialien entwickelt. Damit reagieren die Mitarbeiter der stetig gewachsenen Nachfrage sächsischer Schulen nach Workshops und anderen edukativen Angeboten des Zentrums. Das vom Medienzentrum der TU Dresden produzierte und unter anderem vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus, der Sparda Bank und der Deutschen Krebshilfe e.V. geförderte Projekt wird am Vortag des diesjährigen Weltkrebstags bei einem Symposium erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und kann ab sofort beim Präventions- und Bildungszentrum angefragt werden.

Das Video beginnt mit dem Besuch der Geschwister Hanna und Max bei ihrer an Lungenkrebs erkrankten Tante im Dresdner Uniklinikum. Ein Schicksalsschlag, der viele Fragen rund um das Thema Krebs aufwirft. Die beiden Jugendlichen nutzen den Krankenbesuch, um den Stationsarzt zu fragen, wie Krebs entsteht und wie man sein eigenes Erkrankungsrisiko verringern kann. Statt langatmiger Erklärungen folgen spannende Animationen und witzige Filmsequenzen. Mehrmals stoppt der Film für praktische Übungen. So gehört zu dem Präventionsvideo ein Blitz-Triathlon, den die Schüler auch im Klassenraum vor dem Fernseher absolvieren können. Auf diese Weise lernen sie nicht nur, dass Bewegungsarmut eine Ursache für Krebs ist, sondern dass man sich nahezu überall sportlich betätigen und dabei viel Spaß haben kann. In anderen Filmsequenzen geht es dann um die langfristigen Folgen von Alkohol- und Tabakkonsum. Weil aber solche Mahnungen allein Jugendliche kaum zum Umdenken bewegt, wird in überspitzten und dennoch witzigen Szenen gezeigt, wie stark diese gesellschaftlich tolerierten Suchtmittel die Menschen im Alltag beeinträchtigen können.

Der Film Mit Köpfchen gegen Krebs Be smart against cancer sowie das Online-Feedback und weitere Arbeitsmaterialien werden am heutigen Dienstag (3. Februar) im Vorfeld des morgigen Weltkrebstags im Rahmen eines Symposiums erstmals öffentlich präsentiert. Das Projekt setzt das von der Union for International Cancer Control (UICC) ausgerufene Motto des diesjährigen Weltkrebstages Not beyond us um. Es nimmt sich damit dem Schlüsselfaktor Choosing healthy lives, in engagierter Weise an. Anliegen ist es, den Menschen das aktuelle Wissen um das Entstehen und Vermeiden von Krebserkrankungen nahezubringen und sie zu animieren, dies auch umzusetzen. Das Symposium vermittelt vor allem Mitarbeitern aus dem Gesundheitsbereich und Pädagogen aus ganz Sachsen ein realistisches Bild davon, wie Krebsprävention alltagsnah und praktisch aussehen und funktionieren kann.

Mehr als eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Krebs. Laut Weltgesundheitsorganisation könnten allerdings mehr als ein Drittel der neu auftretenden Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden. Gesunder Lebensstil, das bedeutet hier vor allem das Nichtrauchen, eine gesunde Ernährung, wenig Alkohol, ausreichend Bewegung sowie der Schutz vor zu viel Sonne. Damit sich diese wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse in den nächsten Jahren positiv in den Krebsstatistiken niederschlagen, müssen wir mit der Prävention schon bei den Kindern und Jugendlichen beginnen, sagt Prof. Gerhard Ehninger, Geschäftsführender Direktor des Universitäts KrebsCentrums (UCC): Deshalb haben wir das Präventions- und Bildungszentrum ins Leben gerufen, das seit nun mehr über sechs Jahren erfolgreich neue Bildungsangebote konzipiert und umsetzt. Mit diesem Konzept sind wir in Deutschland bisher einzigartig. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden so über Krebsprävention und -früherkennung informiert. Einen Schwerpunkt bilden die sehr gut angenommenen Schulprojekte: Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler werden jährlich mit Programmen wie Mit Köpfchen gegen Krebs" oder Gesund essen: nicht nur etwas für Außerirdische" informiert. Doch aufgrund begrenzter Kapazitäten des Präventions- und Bildungszentrums ist die Nachfrage deutlich höher als das, was das Team leisten kann.

Um dennoch im Sinne der Krebsvorbeugung flächendeckend in den Schulen für einen achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper und einen gesunden Lebensstil zu werben, entwickelte das Präventions- und Bildungszentrums das interaktive Projekt für die 6. bis 8. Klasse. Das UCC hat sich der Herausforderung gestellt, ein innovatives Projekt zu entwickeln. Das ist ihnen gelungen: Mit Köpfchen gegen Krebs Be smart against cancer nutzt die Vorteile von Film und neuen Medien für eine effektivere Verbreitung von Inhalten und zeigt, dass das sogenannte Edutainment, die unterhaltsame Vermittlung von Bildungsinhalten, im Bereich der Gesundheitsförderung ein vielversprechender Ansatz sein kann. Das Universitätsklinikum Dresden stellt mit diesem Projekt seine hohe Innovationskraft unter Beweis. Damit dieses und andere Projekte nun ihre Ziele erreichen können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit Gesundheits- und Bildungsakteuren. Bereits in den vergangenen Jahren hat das Präventions- und Bildungszentrum des KrebsCentrums mit den unterschiedlichsten Institutionen des Freistaats eng und partnerschaftlich zusammengearbeitet. Dies ist eine wichtige Basis dafür, wirksame Projekte nachhaltig zu implementieren, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums.

Erst vor 10 Wochen fand in Dresden der 2. Sächsische Landespräventionstag unter dem Motto Schule macht Prävention - Prävention macht Schule statt. Er steht in direkter Beziehung zur heutigen Veranstaltung und macht deutlich: Die schulische Gesundheitsförderung und Prävention ist ein wesentlicher Bestandteil schulischer Erziehungs- und Bildungsarbeit. Ziel ist die Entwicklung von Lebenskompetenzen, sagt Wilfried Kühner, Leiter der Abteilung Grundsatz/ Berufsbildende Schulen im Sächsischen Staatsministerium für Kultus. Besonders freut mich, dass vom Universitäts-KrebsCentrum Dresden im vergangenen Jahr neue thematische Materialien entwickelt wurden, die es Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen, ohne größeren Erarbeitungsaufwand die erprobten Projekte eigenständig für ihre pädagogische Arbeit zu nutzen. Das hilft dabei, noch mehr Schülerinnen und Schüler für krebspräventives Denken und Handeln zu erreichen und gelebte Nachhaltigkeit zu stärken, so Wilfried Kühner.

Mit Köpfchen gegen Krebs Be smart against cancer
Dieses Projekt für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen nutzt die Vorteile von Film und neuen Medien für eine effektivere Verbreitung von Inhalten und zeigt, dass die unterhaltsame Vermittlung von Bildungsinhalten - Edutainment , im Bereich der Gesundheitsförderung ein vielversprechender Ansatz sein kann. Mit Köpfchen gegen Krebs Be smart against cancer ist ein bestechendes interaktives Projekt, welches Schülerinnen und Schüler durch einen Lehrfilm leitet, der gezielt an Stellen anhält und praktische Übungen zum sofortigen Mitmachen bereithält. Im Anschluss erfährt die Klasse über ein Online-Feedback, in welchen Gesundheitsbereichen noch Luft nach oben ist: Etwa durch die Frage, ob sie ausreichend Obst und Gemüse essen und körperlich aktiv sind. Es folgt die Empfehlung für eine Gesundheitswerkstatt, die die Klasse für vier Wochen absolvieren kann. Diese Überleitung des Films in die Klassenaktivitäten ermöglicht eine nachhaltige Bearbeitung des Themas, so dass si

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