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TUHH: 750.000 Euro für das deutsche Google-Lunar XPRIZE-Team

06.02.2015 - (idw) Technische Universität Hamburg-Harburg

Auf dem Weg zum Mond: Part-Time Scientists mit TUHH-Doktorand Karsten Becker: 750.000 Euro für das deutsche Google-Lunar XPRIZE-Team für wichtige technologische Fortschritte: Der Google Lunar XPRIZE ist ein beispielloser Wettbewerb, um weltweit Ingenieure und Ingenieurinnen, Unternehmer und Unternehmerinnen herauszufordern, kostengünstige Methoden zur unbemannten Raumfahrt zu entwickeln. Wem es als erstem gelingt, einen selbstgebauten Roboter bis Ende 2016 auf den rund 400.000 Kilometer entfernten Mond zu schießen, ihn 500 Meter fahren zu lassen sowie HD-Videos und Bilder zur Erde zu senden, dem winkt ein Preisgeld von 30 Millionen Dollar. Diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen ist das deutsche Google-Lunar XPRIZE-Team Part-Time Scientists (PTS) und mit ihm der TUHH-Doktorand Karsten Becker. Während einer festlichen Veranstaltung in der California Academy of Sciences in San Francisco belohnte die Jury die außerordentliche Qualität des deutschen Rovers Asimov. Von insgesamt neun zu vergebenen Preisen erhielt das einzig verbliebene deutsche Team zwei der sogenannten Milestone-Preise über insgesamt 750.000 Dollar. Das Preisgeld stellt sich zusammen aus 250.000 Dollar für die Bildgebung und 500.000 Dollar für die Mobilität. Zugelassen zu dem sogenannten Milestone Preis waren nur fünf von 18 Teams.

Dazu Karsten Becker als Leiter der Elektronik bei den Teilzeitwissenschaftlern: Der Gewinn ist für uns ein verlässlicher Indikator dafür, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Für diesen Zwischentest beworben haben wir uns mit der Kamera und dem Rover. Es galt die Mondtauglichkeit der Objekte zu beweisen. Die selbst entwickelte Kamera durchlief Vibrations- und Strahlungstests, Temperaturbelastungstests kombiniert mit Vakuumumgebung. Um die Temperatur auf dem Erdplaneten zu simulieren wurde die Kamera bis auf 130 Grad Celsius hochgeheizt, beziehungsweise auf -180 Grad Celsius abgekühlt. Kamera und Rover testete das Team auf Teneriffas höchstem Berg, dem Teide. Becker: Hier herrschen ähnliche Verhältnisse wie wir sie auf dem Mond vorfinden und zwar in dem Tal, das schon der Apollo 17 als Landezone diente. Dort übrigens soll auch unsere Fähre landen.

Ausgestattet mit vier Aluminiumrädern zeigte sich der Rover extrem wendig auf den Fahrten über die Geröllpisten. Parallel lieferte die Kamera ausgezeichnete Panoramabilder und erfüllte damit ebenfalls den geforderten Standard. Beaufsichtigt wurden die Tests von einer Experten-Jury aus der Luft- und Raumfahrt. Die Reise zum Mond werden der Rover mit Kamera und Landefähre in einer handelsüblichen Rakete antreten. Wir haben versucht, das kleinstmögliche Mondfahrzeug zu bauen, damit wir ein kleineres Raketenmodell, das auch für den Transport von Satelliten dient, verwendet können. Das sind günstige Raketen, die es bereits für 20 Millionen Dollar gibt, erklärt Becker. Verhandlungen mit einem interessierten Sponsor haben die jungen Wissenschaftler bereits aufgenommen. Unterstützung erhält das Team durch Partnerschaften mit der Industrie, Sponsorings und Kooperationen mit dem Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Hinter den Part-Time Scientists stehen viele kreative Köpfe. Becker: Wir sind ein internationales Team von über 30 Personen aus Mitteleuropa, den USA, Brasilien und Südafrika. Das Team unterstützen unter anderem Ingenieure, Wissenschaftler und einigen Veteranen aus dem Apollo-Programm.
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