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Wie wirkt sich der Ukraine-Konflikt auf Europa aus?

10.02.2015 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Südosteuropa-Gesellschaft trifft zur Jahreshauptversammlung an der Universität Jena zusammen (13./14.2.) Tote und Verletzte bei schweren Kämpfen tagtäglich erreichen uns derzeit solche Nachrichten aus dem Osten der Ukraine. Die Auseinandersetzungen zwischen prorussischen Separatisten und dem ukrainischen Militär, aber auch Angriffe auf zivile Einrichtungen fordern immer neue Opfer. Mit der zunehmenden Eskalation der Gewalt etabliere sich in der Ukraine nicht nur ein gefährlicher Krisenherd in Europa, mahnt Prof. Dr. Wolfgang Dahmen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Es wächst auch die Gefahr eines anhaltenden Ost-West-Konflikts, so der Professor für Rumänische Sprach- und Literaturwissenschaft. Diese Entwicklung sorge derzeit nicht nur in den ukrainischen Nachbarstaaten Moldau, Rumänien, Ungarn und der Slowakei für Beunruhigung.

Welche Auswirkungen der aktuelle Ukraine-Konflikt für den Südosten Europas hat, das werden Prof. Dahmen und seine Fachkollegen gemeinsam mit Wissenschaftlern, Politikern und Medienvertretern aus dem deutschsprachigen Raum und Südosteuropa am 13. und 14. Februar an der Universität Jena diskutieren. Dann trifft hier die Südosteuropa-Gesellschaft (SOG) zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Erwartet werden mehr als 100 Gäste, darunter Bundestagsabgeordnete sowie Vertreter der Botschaften der südosteuropäischen Länder und des Auswärtigen Amtes.

Auf dem Programm der Tagung steht u. a. eine Podiumsdiskussion zur Ukraine-Krise. In der Aula (Fürstengraben 1, 07743 Jena) diskutieren am 14. Februar ab 10 Uhr Dr. h. c. Gernot Erler, Mitglied des Deutschen Bundestages, Präsident der SOG und Russlandbeauftragter der Bundesregierung, Dr. Igor Corman, ehemaliger Parlamentspräsident der Republik Moldau, Dr. Susanne Glass, Leiterin des ARD-Studios Wien, und Prof. Dr. Anton Gosar, Wissenschaftsbotschafter Sloweniens. Die Diskussion moderiert der Südosteuropa-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Michael Martens. Die Veranstaltung ist öffentlich. Um vorherige Anmeldung an info@sogde.org wird gebeten.

Neben der Jahreshauptversammlung wird es in Jena ein Symposium des Wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft geben. Unter dem Titel Gegenwartsbezogene Migrationsforschung zu Südosteuropa. Von der Perspektiv- zur Krisenmigration? werden sich die Tagungsteilnehmer mit Fragen rund um das Thema Migration befassen. Ein Thema, das auf dem Balkan auch 25 Jahre nach der Wende aktuell ist, wie Prof. Dahmen betont. Der EU-Beitritt einzelner Balkan-Staaten, die Wirtschafts- und Finanzkrise und nicht zuletzt die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa führen zu ganz unterschiedlichen Motivationen zur Migration und deren Richtungen. Während insbesondere Rumänen und Bulgaren versuchen, die neuen Möglichkeiten in Europa zu nutzen, werden andere Migrantengruppen durch Krisen in den Zielländern zur Rückkehr gezwungen, so Dahmen. Das Symposium findet am 13. Februar ab 14.30 Uhr in den Rosensälen (Fürstengraben 27, 07743 Jena) statt und ist ebenfalls öffentlich.

Weitere Informationen und das vollständige Programm der Jahrestagung sowie des wissenschaftlichen Symposiums sind zu finden unter: http://www.suedosteuropa-gesellschaft.com/

Die Südosteuropa-Gesellschaft ist 1952 gegründet worden. Die Gesellschaft mit Sitz in München hat derzeit rund 800 Mitglieder und pflegt seit mehr als 60 Jahren Kontakte aller Art zu den Staaten Südosteuropas, um Kenntnisse von den Besonderheiten und Problemen dieser Länder in Mitteleuropa zu vermitteln.


Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Dahmen
Institut für Romanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944 660
E-Mail: wolfgang.dahmen[at]uni-jena.de Weitere Informationen:http://www.suedosteuropa-gesellschaft.com/http://www.uni-jena.de
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