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Teamtraining fürs Studium: Die Schwächen des anderen kennen

14.02.2004 - (idw) Fachhochschule Biberach

Teamtraining im Elb-Sandstein-Gebirge: Das war der Einstieg ins Große Projekt des achten Semesters Projektmanagement - für Studierende wie Professoren.


Gemeinsam sind wir stark - und ein gutes Team: Studierende des Studiengangs Projektmanagement starteten das Wintersemester mit einem Teamtraining. Als Auftakt für eine gute Zusammenarbeit im so genannten Großen Projekt.
Was einfach aussieht, ist gar nicht so leicht: Mit einem Seil bildet die Gruppe einen Kreis. Dem anderen mit verbundenen Augen blind vertrauen; sich am Seil gesichert 30 Meter in die Tiefe fallen lassen; zu zweit in einem Boot sitzen - und das alles bei nass-kalten Temperaturen. Dafür hatte sich das achte Semester im Studiengang Projektmanagement an der Fachhochschule Biberach zu Beginn des so genannten Großen Projekts entschieden. Denn wer als Team arbeiten und gute Ergebnisse erzielen will, der muss die Stärken und Schwächen des anderen kennen. Doch dafür reicht der Studienalltag nicht immer aus. Und so suchten die Studierenden von P8i das Extreme und setzten sich drei Tage lang einem abenteuerlichen und fantasievollen Teamtraining im Elbsandsteingebirge aus. Samt den Professoren Dipl.-Ing. Martin Schubert und Dipl.-Ing. Klaus Rössner. Unterschiede gab es dabei nicht: weder zwischen Studierenden noch Professoren; noch zwischen Frauen und Männern. Nur ein Beispiel: Geschlafen wurde in einem Matratzenlager auf wenigen Quadratmetern. Berührungsängste durfte man da nicht entwickeln - auch nicht die einzige Frau in der Gruppe: Die 24-jährige Sarah Marks hatte kein Problem damit. Zwar fand sie es schade, dass ihre einzige Kommilitonen im Semester wegen Krankheit nicht mit ins Elbsandsteingebirge fuhr, doch fühlte sie sich in jeder Situation "sicher und akzeptiert".
Über einen privaten Kontakt kam die Gruppe zu Sozialpädagogen Micha Bula, der in der Sächsischen Schweiz alles teamtrainiert: vom Strafgefangenen bis zum Siemens-Manager. Nach diesen intensiven Tagen, die über Hin- und Rückfahrt verbunden waren mit einer Städtetour Dresden, der Besichtigung der Göltzschtal-Brücke und dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, sind sich die "Jungen Wilden" einig: Es hat Spaß gemacht - und es hat sie einander näher gebracht. Die Gruppe ist zum Team zusammengewachsen.

Dass dieses Team leistungsfähig ist und auch Stresssituationen standhält, das hat die Gruppe einer Abschlusspräsentation im Audimax der Hochschule bewiesen. Professionell und individuell zeigten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit: Parallel zum realen Bauablauf hatten die angehenden Projektmanager den Neubau eines namhaften deutschen Automobilzulieferers begleitet, der ein Büro- und Fabrikgebäude nahe Berlin baut. Wie man Kosten, Zeit und Qualität im Auge behält, auf ungeplante Entwicklungen flexibel reagiert und ein Projekt in dieser Größenordnung kompetent zum Abschluss bringt, das zeigte die Abschlusspräsentation der 16 Frauen und Männer. Dabei gelang es der Gruppe nicht nur fachlich zu überzeugen, sondern auch zu unterhalten: Wenn Polier Karle beispielsweise den Bauablauf lautstark unterbricht und der Statiker erst einmal Kistenweise Unterlagen durchstöbern muss.

Und nicht nur das Kletterseil, das sich nun wie ein roter Faden durch den Vortrag schlängelte und Studierende wie Professoren anschließend sicher aus dem Audimax zum Stehempfang führte, verdeutlichte: das achte Semester ist ein Team - und Herausforderungen wie Belastungen gewachsen.
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