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Prof. Andrea Scarantino forscht als Humboldt-Stipendiat am Institut für Kognitionswissenschaft

11.02.2015 - (idw) Universität Osnabrück

Seit Jahren forscht der Kognitionsphilosoph Prof. Dr. Andrea Scarantino an der Georgia State University, Atlanta, über die handlungsrelevanten Implikationen von Emotionen. Im Rahmen des Humboldt-Forschungsstipendien-Programms ist er nun für fünf Monate Gast am Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität Osnabrück. Prof. Scarantino wurde bereits vor seiner ersten Promotion im Jahr 2000 in den Wirtschaftswissenschaften an der Università Cattolica in Mailand als Graduate Student in das PhD-Programm der Universität Pittsburgh aufgenommen, wo er 2005 mit der Dissertation »Explicating Emotions« ein zweites Mal, diesmal in Philosophie, promoviert wurde. Unmittelbar nach der Promotion bekam Prof. Scarantino eine Assistenzprofessur an der Georgia State University, an der er nun als Associate Professor sowohl der Abteilung für Philosophie als auch dem Institut für Neurowissenschaften angehört.

Bereits als Graduate Student und junger Nachwuchswissenschaftler erhielt der vielseitige Forscher Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Arbeiten. Zuletzt wurde ihm das Provosts Fellowship der Georgia State University zuerkannt. Darüber hinaus ist Prof. Scarantino seit letztem Jahr editor-in-chief von Emotion Researcher (official newsletter of the International Society for Research on Emotion; http://emotionresearcher.com/).

»Seine Publikationen dokumentieren einerseits eine außergewöhnliche wissenschaftliche Breite mit transdisziplinären Bezügen zu den Wirtschafts-, Kognitions- und Neurowissenschaften. Darüber hinaus zeigen sie aber auch, dass er in der Lage ist, beständig eine Hauptlinie in der Emotionsforschung zu verfolgen; allein deshalb werden seine Arbeiten bereits sehr intensiv diskutiert«, so der Gastgeber des Programms, der Osnabrücker Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Achim Stephan.

Prof. Scarantino hat eine Reihe innovativer Überlegungen zur philosophischen Emotionsdebatte vorgelegt. Dabei betont er vor allem die handlungssteuernden Funktionen der Emotionen eine Richtung, die nach Meinung Prof. Stephans den weiteren Fortgang dieser Debatte stark beeinflussen wird. Vertiefen möchte Prof. Scarantino diese These in Osnabrück in einem Buchprojekt. Darin wird eine neue philosophische Theorie der Emotionen entwickelt und ausgearbeitet, die den beiden bisherigen Hauptvarianten, also Gefühlstheorien und Kognitivismus, in zentralen Punkten überlegen sein wird.

Das Institut für Kognitionswissenschaft mit seinen vielfältigen interdisziplinären Anschlussmöglichkeiten und dem dort etablierten animal emotionale-Projekt bietet einen idealen Rahmen für dieses Vorhaben. In den über mehrere Jahre von der Volkswagenstiftung geförderten Projekten »Gefühle als Missing Link zwischen Erkennen und Handeln« und »Existentielle Gefühle, Psychopathologie und die Reichweite evolutionärer Erklärungen« untersuchten die Wissenschaftler des IKW die menschliche Affektivität aus den Perspektiven der Philosophie des Geistes und der kognitiven Neurowissenschaft. »Vom Forschungsaufenthalt Prof. Scarantinos werden neben mir vor allem mein Kollege Prof. Sven Walter und alle Mitarbeiter, Doktoranden und fortgeschrittenen Studierenden profitieren, die in die gegenwärtigen Forschungsfragen des animal emotionale-Projektes involviert sind«, so Prof. Stephan.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Achim Stephan, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Albrechtstraße 28, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 3359
E-Mail: achim.stephan@uni-osnabrueck.de
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