Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 15. Dezember 2017 

Erweiterte digitale Möglichkeiten für die Bildungsforschung

11.02.2015 - (idw) Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

DIPF startet neue wissenschaftliche Infrastrukturangebote im Rahmen des Frankfurter eHumanities-Zentrums Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) richtet sich mit neuen eHumanities-Angeboten an die deutsche Bildungsforschung. Wir betreuen Bildungsforschungsprojekte, die mit und an Methoden der digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften arbeiten wollen, und entwickeln entsprechende Forschungswerkzeuge und -infrastrukturen, erläutert Professor Dr. Marc Rittberger vom DIPF die angebotenen wissenschaftlichen Infrastrukturleistungen. Der Informationswissenschaftler leitet die Aktivitäten, die im Rahmen des kürzlich gegründeten Frankfurter eHumanities-Zentrums erfolgen. Der Bereich der eHumanities zielt darauf, den Forschungsprozess in den Geistes- und Sozialwissenschaften durch das Entwickeln und Erproben computergestützter Verfahren und das Einbinden digitaler Ressourcen zu unterstützen.

Die bisherigen Aktivitäten des DIPF in diesem Feld illustrieren die Möglichkeiten solcher Angebote. So stellt die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des DIPF bereits seit Jahren ausgewählte Bestände in digitaler Form über Internet-Datenbanken frei zur Verfügung darunter bildungshistorische Texte wie pädagogische Zeitschriften und Nachschlagewerke sowie Bilder wie Buchillustrationen und Fotografien. Mit Metadaten ausgezeichnet können sie in moderne wissenschaftliche Infrastrukturen eingebunden werden. Dazu gehört die kürzlich am DIPF entwickelte virtuelle Forschungsumgebung Semantic CorA (Semantic Collaborative Corpora Analysis). Mit der Forschungsumgebung lassen sich umfangreiche digitalisierte Texte mit semantischer Wiki-Technologie gemeinsam online analysieren und nachhaltig in die wissenschaftliche Community einbetten.

Auf diesen Erfahrungen an der Schnittstelle von Bildungsforschung, informationswissenschaftlicher Expertise und der Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen bauen nun die Angebote des DIPF im Rahmen des Frankfurter eHumanities-Zentrums auf. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Zentrum ist ein Gemeinschaftsprojekt für die gesamten Geistes- und qualitativen Sozialwissenschaften, das die federführende Goethe-Universität Frankfurt mit dem DIPF und der TU Darmstadt durchführt. Das DIPF wendet sich dabei sowie mit seinen weiteren Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich der eHumanities spezifisch an die Bildungsforschung.

Detailinformationen zur Forschungsumgebung Semantic CorA: http://www.semantic-cora.org
Mehr zu den Angeboten der digitalen BBF: http://bbf.dipf.de/digitale-bbf

Kontakt
eHumanities in der Bildungsforschung: Christoph Schindler, +49 (0)69 24708-373, schindler@dipf.de
Presse: Philip Stirm, +49 (0)69 24708-123, stirm@dipf.de

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) unterstützt Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis im Bildungsbereich durch Forschung und wissenschaftliche Infrastruktur. Forschungsschwerpunkte sind die Struktur und die Steuerung des Bildungswesens, die Qualität und die Wirkung von Bildungsprozessen, die individuelle Entwicklung in Bildungskontexten, Möglichkeiten der Bildungsinformation und die Bildungsgeschichte. Zu den wissenschaftlichen Infrastrukturangeboten des Instituts zählen Online-Informationssysteme wie der Deutsche Bildungsserver, das Bereitstellen von Forschungsdaten und -literatur sowie die Koordination und Beratung von Forschungsverbünden. Das DIPF ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Weitere Informationen:http://www.dipf.dehttp://www.semantic-cora.orghttp://bbf.dipf.de/digitale-bbf

uniprotokolle > Nachrichten > Erweiterte digitale Möglichkeiten für die Bildungsforschung
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/292568/">Erweiterte digitale Möglichkeiten für die Bildungsforschung </a>