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Berufstätige benötigen flexible Studienformen

12.02.2015 - (idw) Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung

Ausgabe 1/2015 der "Beiträge zur Hochschulforschung" erschienen

Berufstätige Studierende benötigen flexible Studienformate, die auf ihre zeitlichen Beschränkungen und beruflichen Vorerfahrungen Rücksicht nehmen, sowie spezifische didaktische Konzepte und Unterstützungsangebote. Dies belegen alle Artikel der soeben erschienenen Ausgabe der Beiträge zur Hochschulforschung. Vor dem Hintergrund der politisch gewollten Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte analysieren die Autorinnen und Autoren berufsbegleitende Studienmöglichkeiten und befassen sich mit der Frage, wie diese gestaltet sein sollten, um den Wünschen berufstätiger Studierender gerecht zu werden. Open Universities bieten für Berufstätige gute Möglichkeiten, Studium und Beruf zu vereinbaren. Olaf Zawacki-Richter, Christine von Prümmer und Joachim Stöter zeigen im Rahmen eines internationalen Vergleichs, wie Open Universities erfolgreich auf die Anforderungen nicht-traditioneller Studierender reagiert haben. Weltweit gibt es etwa 80 Offene Hochschulen mit mehr als 18 Millionen Studierenden. In Deutschland ist die FernUniversität Hagen die größte und bekannteste.

Romy Rahnfeld und Jan Schiller stellen drei unterschiedliche Weiterbildungsformate aus dem Bereich der IT-Sicherheit vor: Vor- und Brückenkurse zur Auffrischung fehlender Kenntnisse, ein Zertifikatsprogramm aus in sich abgeschlossenen Modulen von zweimonatiger Dauer, welches ohne Zulassungsbeschränkungen studierbar ist, sowie einen eigenständigen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang.

Astrid Wonneberger, Katja Weidtmann, Kathrin Hoffmann und Susanne Draheim zeigen am Beispiel von weiterbildenden Masterstudiengängen aus den angewandten Familienwissenschaften und den digitalen Medien, wie berufsbegleitendes Studieren erfolgreich gelingen kann. Wesentliche Bausteine sind: ein hoher, zeitlich individuell zu gestaltender Anteil an Selbststudium und Präsenzphasen, ergänzt durch Lerngruppen und eine intensive Einzelbetreuung durch Lehrende, sowie eine intensive Verzahnung mit der Praxis.

Gegenüber diesen neuen flexiblen Studienformaten belegen Annika Maschwitz und Katrin Brinkmann, dass das Teilzeitstudium in seiner bisherigen Gestaltung aufgrund vielfach starrer Regelungen und Vorgaben nicht angenommen wird. Daher weichen viele Studierenden in ein de facto Teilzeitstudium und berufsbegleitende Modelle aus. Nach Ansicht der Autorinnen stellt das Teilzeitstudium kein geeignetes Studienmodell dar, um den unterschiedlichen studentischen Lebenswelten gerecht zu werden.

Die Beiträge zur Hochschulforschung sind eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften im Bereich der Hochschulforschung im deutschen Sprachraum. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Die Zeitschrift veröffentlicht quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien und Überblicksartikel, die ein anonymes Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben.

Die Ausgabe 1/2015 kann entweder in gedruckter Form per E-Mail bestellt
(sekretariat@ihf.bayern.de) oder über die Homepage http://www.bzh.bayern.de/ als pdf-Datei herunter geladen werden.
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