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Shuji Nakamura jetzt Honorarprofessor an der Uni Bremen

20.02.2004 - (idw) Universität Bremen

Großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort Bremen


Professor Shuji Nakamura gehört zu den besten Halbleiterphysikern der Welt Namen stehen manchmal für Geschichte, Fortschritt, Erfindung: Shuji Nakamura ist ein solcher Name. Er hat Technikgeschichte geschrieben, die Entwicklung der Optoelektronik in den vergangenen zehn Jahren entscheidend beeinflusst und Erfindungen in der Elektronik-Industrie gemacht, die unseren Alltag verändert haben. Shuji Nakamura gehört zu den besten Halbleiterphysikern der Welt - und ist jetzt Honorarprofessor im Studiengang Physik der Universität Bremen. Im Rahmen einer Feierstunde ist ihm am 19. Februar 2004 die Ernennungsurkunde in Anwesenheit von Uni-Rektor Professor Wilfried Müller, vom Landestechnologiebeauftragten Professor Jürgen Timm und von Dekan Professor Jens Falta überreicht worden. Mit seinem Engagement für die Universität Bremen bestätigt Shuji Nakamura das hohe internationale Ansehen der Bremer Physiker. Mit ihren Forschungsarbeiten über grüne und blaue Laser zählen sie auf diesem Gebiet der Optoelektronik mit zu den international führenden Wissenschaftlern. Die Annahme der Honorarprofessur ehrt mit der Universität auch den Wissenschaftsstandort Bremen.

Die Honorarprofessur ist von großer Bedeutung für die Universität und den Wissenschaftsstandort Bremen. Nach Ansicht des Landestechnologiebeauftragten Professor Jürgen Timm wird sie die wissenschaftliche Kompetenz von Bremen in der Optoelekronik nachhaltig stärken. Als Schlüsseltechnologie mit breitem Anwendungsspektrum zum Beispiel in der Medizin, Kommunikation und energiesparenden Beleuchtung kann die Optoelektronik einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Landes leisten.

Professor Nakamura, der heute an der University of California in Santa Barbara forscht und lehrt, hat wie wenige andere Wissenschaftler die Entwicklung der Optoelektronik geprägt. Mitte der 90-er Jahre entwickelte er für die japanische Industrie die ersten grünen, blauen und weißen Leuchtdioden auf GaN-Basis (Galliumnitrid-Basis). Damit eröffnete er die Ära der Energie sparenden Beleuchtung durch LEDs sowie der umfangreichen Datenspeicherung und -wiedergabe (23 GB disc) mit den kurzwelligen GaN-Laserdioden. Und mit der Realisierung der ersten blauen Leucht- und Laserdioden leitete er weltweit auch eine stürmische Entwicklung auf dem Gebiet der Nitride ein. Für seine wissenschaftlichen Leistungen hat Professor Nakamura in den Jahren von 1994 bis 2002 weltweit 25 Ehrungen und Preise erhalten, dazu gehören so renommierte Auszeichnungen wie die "Benjanmin Franklin Medal in Engineering", der "Takeda Award" oder "The Economist Innovation Award". Gewürdigt wurde damit auch der unmittelbare Einfluss, den seine Erfindungen (allein über 200 japanische Patente und Patentanmeldungen) auf die Lebensqualität haben. Kontakte zwischen Professor Nakamura und dem Bremer Physik-Professor Detlef Hommel vom Institut für Festkörperphysik existieren bereits seit Mitte der 90-er Jahre. Gegenwärtig werden an der Universität Bremen Nakamuras neuesten Kristallstrukturen röntgengenographisch untersucht. Dabei handelt es sich um sehr dicke GaN-Schichten, die zukünftig als Substrate für optoelektronische Bauelemente Verwendung finden werden. Die Honorarprofessur von Shuji Nakamura bedeutet nicht nur eine Belebung der Forschung an der Universität Bremen. Auch die Studierenden werden in Blockveranstaltungen die Möglichkeit haben, vom neuen Honorarprofessor zu profitieren - eine Motivation der ganz besonderen Art.

Weitere Informationen:

Universität Bremen

Studiengang Physik
Prof. Dr. Detlef Hommel
Tel. 0421 218 2950
Email: hommel@ifp.uni-bremen.de
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