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Wie viel Sport Kinder brauchen

24.02.2004 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Immer mehr Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit sitzend vor dem Fernseher oder Computer. Dadurch beobachten Kinderärzte eine erschreckende Zunahme von extremem Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck. Die Weltgesundheitsorganisation spricht sogar von einer weltweiten Epidemie. Die möglichen Auswirkungen im Erwachsenenalter sind noch gar nicht abzuschätzen.

Auf der anderen Seite gibt es Kinder und Jugendliche, die intensiv Leistungssport betreiben. Hier kann die sonst als positiv angesehene Bewegung zu Schäden führen, weil Körper und Psyche überlastet werden. Schließlich spielt Sport für chronisch kranke Kinder, die zum Beispiel unter Asthma, Diabetes, Mukoviszidose, Herzfehlern oder Rheuma leiden, eine sehr wichtige Rolle: Die Möglichkeit, sich körperlich zu betätigen, bedeutet für die Betroffenen ein Stückchen Normalität. Beim Sport tritt die Krankheit in den Hintergrund. Hinzu kommt, dass der Verlauf einiger Krankheiten, zum Beispiel der Mukoviszidose, durch Sport positiv beeinflusst werden kann.

Das Thema "Sport bei Kindern" wird in all seinen Facetten auf der 4. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin in Würzburg diskutiert. Auf Einladung von PD Dr. Helge Hebestreit von der Kinderklinik der Uni Würzburg kommen von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. März, rund 100 Wissenschaftler, Ärzte und Sporttherapeuten aus Europa und Nordamerika im Hörsaal der Kinderklinik zusammen.

Prof. Peter Kapustin vom Institut für Sportwissenschaft der Uni Würzburg wird über Sport in der Prävention und Rehabilitation berichten. Prof. Ralph Beneke aus England vermittelt jungen Ärzten Einblick in die Planung einer wissenschaftlichen Studie. Neueste Erkenntnisse zum Thema Dehydratation während des Sportes bei Kindern stellt Prof. Oded Bar-Or aus Kanada vor, Dr. Susi Kriemler aus Zürich spricht über eine Trainingsstudie mit Mukoviszidose-Patienten. Weitere Themen sind unter anderem Sportverletzungen und Belastungs-Echokardiographie bei Kindern sowie die Special Olympics.

Am Sonntag haben die Teilnehmer dann Gelegenheit, sich selbst sportlich zu betätigen: Dr. Sabine Bau, ehemalige Olympiasiegerin im Fechten, leitet ein Seminar in der Turnhalle Feggrube mit praktischen Übungen zum Fechtsport. Zunächst erläutern Ingo Weißendorn und Dr. Axel Jäger aus Tauberbischofsheim allgemeine Grundlagen über den Fechtsport und fechttypische Verletzungen. Im Anschluss demonstrieren Dr. Sabine Bau und Mitglieder der TGW Würzburg typische Fechtübungen. Danach können die Teilnehmer des Kongresses erste praktische Erfahrungen mit Degen, Säbel und Florett sammeln. Zu diesem Kongress sind interessierte Ärzte, Sporttherapeuten und Physiotherapeuten eingeladen. Anmeldung und weitere Informationen: PD Dr. Helge Hebestreit oder Dr. Alexandra Hebestreit, T (0931) 201-27728, Fax (0931) 201-27242, E-Mail:
Hebestreit@mail.uni-wuerzburg.de
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