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ROSETTA-Mission startet morgen - Beiträge aus der TU Braunschweig

25.02.2004 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Morgen startet die europäische Raumfahrtsonde ROSETTA zu ihrer Erkundungreise durch das Sonnensystem. Ziel ist der Komet Churyumov-Gerasimenko, den die Sonde 2014 erreichen wird, um ihn auf seinem Weg zur Sonne ein Stück zu begleiten. Das Know-how von mehreren Instituten der TU Braunschweig ist dabei mit an Bord.

Magnetfeldmessung:

Zum ersten Mal überhaupt wird es durch die Rosetta-Mission möglich, Magnetfeldmessungen in geringer Distanz vom Kometenkern und grosser Disstanz zur Sonne durchzuführen. Zu diesem Zweck ist sowohl der Orbiter als auch der Lander mit einem Magnetometer ausgerüstet. Instrumente und Know-how aus dem Institut für Geophysik und Meteorologie (unter Leitung von Prof. Dr. Karl-Heinz Glaßmeier) und dem Institut für Theoretische Physik (Prof. Dr. Uwe Motschmann) der TU Braunschweig sind dabei maßgeblich beteiligt.

Aktuelle Informationen enthält die Internetseite
http://www.geophys.tu-bs.de/forschung/projekte/rosetta/rosetta_de.html (siehe unten)
Kontakt über die Pressestelle der TU Braunschweig, 0531/391-4122.


Wichtige Beiträge zu zwei wissenschaftlichen Instrumenten hat das Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze (IDA, Prof. Dr. Harald Michalik) geliefert:

Für das Massenspektrometer ROSINA (Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis), das mit mehreren Sensoren die flüchtigen Bestandteile des Kometen analysieren soll, hat das IDA den Instrumentenrechner komplett entwickelt. Der Rechner beinhaltet in einem etwa würfelförmigen Gehäuse von ca. 12 Zentimetern Kantenlänge alle Funktionen, um die Sensoren zu steuern, Messdaten aufzunehmen und Daten für die Telemetrie zur Erde aufzubereiten.

Für das "Auge" der Rosetta-Sonde, die Multifunktionskamera OSIRIS (Optical, Spectroscopic and Infrared Imaging System), hat das IDA ebenfalls Beiträge zum Rechner geliefert. Hier ist neben dem Bilddatenspeicher vor allem ein am IDA entwickeltes Softwaresystem zu nennen, das den Wissenschaftlern während der Kometenmission ermöglicht, die Kamera wie ein Observatorium zu betreiben: Trotz der grossen Entfernung zum Messinstrument kann die komplexe Kamera von der Erde aus flexibel gesteuert werden.

Beide Beiträge sind unter der Leitung von Prof. Dr. Fitz Gliem entstanden, der an den Instrumenten auch wissenschaftlich beteiligt ist.

Weitere Infomationen erteilen das IDA, TU Braunschweig,
Tel.: 0531/391-3733 oder -3795, Fax -4587,

oder die verantwortlichen Personen für die Beiträge:
ROSINA: Dipl.-Ing. B. Fietee -3796, und
OSIRIS: Dipl.-Ing. K.-U. Reiche -5298.
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