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Die Spur der Steine: Was Mainzer High-Tech-Geräte über die Oberfläche des roten Planeten erzählen

27.02.2004 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Empfang im Rathaus nach Rückkehr aus Pasadena: Dr. Göstar Klingelhöfer stellt am Mittwoch, 3. März, um 20 Uhr im Ratssaal der Stadt Mainz der Bevölkerung erste Ergebnisse der NASA-Mars-Missionen vor.

Mainzer Spitzentechnologie für die mobilen Mars-Roboter "Spirit" und "Opportunity" der NASA: Das miniaturisierte Mössbauer-Spektrometer MIMOS II, das am Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter der Leitung von Dr. Göstar Klingelhöfer entwickelt und gefertigt wurde, liefert ausgezeichnete Messdaten vom roten Planeten auf die Erde. Im Blick auf die internationale Anerkennung dieser Mission empfangen der Kulturdezernent der Stadt Mainz, Peter Krawietz, und der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Michaelis, den erfolgreichen Wissenschaftler, Dr. Göstar Klingelhöfer, am Mittwoch, 3. März, um 20 Uhr im Ratssaal der Stadt Mainz. In einem "Universität im Rathaus extra" berichtet Dr. Klingelhöfer im Anschluss in einem öffentlichen Vortrag über aktuelle Messergebnisse aus Pasadena. Hierzu sind die Bevölkerung wie auch die Medien herzlich eingeladen.

"Dr. Göstar Klingelhöfer hat mit seiner Spitzentechnologie zur internationalen Reputation des Wissenschaftsstandorts Mainz beigetragen", berichtet Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Michaelis, "es liegt uns am Herzen, diese Leistung zu würdigen. Gleichzeitig wollen wir der Bevölkerung die Möglichkeit bieten, quasi aus erster Hand über diese spannenden Forschungsergebnisse unterrichtet zu werden." Dr. Göstar Klingelhöfer begleitet mit seinem Team in Pasadena die beiden Mars-Missionen der NASA und berichtet bei einer kurzen Stippvisite in der Heimat exklusiv für die Mainzer Bevölkerung von den ersten Messergebnis-sen. Das miniaturisierte Mössbauer-Spektrometer MIMOS II ermöglicht erst-mals die direkte Untersuchung und Bestimmung von eisenhaltigen Gesteins- und Bodenproben auf dem Mars und erlaubt dadurch Rückschlüsse auf frühere mögliche Wasseraktivitäten auf dem roten Planeten.

MIMOS II nutzt hierzu eine spezielle Methode der nuklearen Festkörperspektro-skopie: die Mössbauer-Spektroskopie, die nach dem Nobelpreisträger Rudolf Ludwig Mößbauer benannt ist. Das Gerät sendet mittels einer radioaktiven Quelle Gamma-Strahlen aus, die auf das Untersuchungsmaterial treffen und reflektiert werden. Die Differenz zwischen dem ausgesandten und dem reflektierten Spektrum gibt Auskunft über die Zusammensetzung der eisenhaltigen Mineralien auf dem Mars, die auch für die Farbe des Planeten verantwortlich sind. Daraus können Rückschlüsse unter anderem auf die Klimabedingungen gezogen werden, die bei der Bildung dieser Stoffe geherrscht haben.


Weitere Informationen:
Petra Giegerich, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 06131/39-22369, E-Mail: presse@verwaltung.uni-mainz.de
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