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Zum Start des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys und zur Risikoregulierung

28.02.2004 - (idw) Umweltbundesamt (UBA)

Im Mai 2003 startete das Robert Koch-Institut den bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey mit dem Ziel, die Gesundheit der heranwachsenden Generation umfassend zu untersuchen und bestehende Informationslücken zu schließen. Im Verlaufe von drei Jahren nehmen 18.000 Kinder und Jugendliche zwischen null und 18 Jahren teil. Der modulare Aufbau ermöglicht zusätzliche vertiefende Untersuchungen. Zu einem der Module gehört der vom Umweltbundesamt (UBA) durchgeführte Kinder-Umwelt-Survey, bei welchem 3- bis 14-jährige Kinder auf Schadstoffe in Blut und Urin und in ihrem häuslichen Lebensumfeld untersucht werden. Zum Programm gehören auch Innenraumallergene wie Schimmelpilze, Hausstaubmilben- und Katzenallergene.

Die aktuelle Ausgabe des Umweltmedizinischen Informationsdienstes (UMID)informiert darüber hinaus über weitere wichtige Themen. Am Basisschema zur Ableitung von Richtwerten für Schadstoffe in der Innenraumluft wird veranschaulicht, wie in Abhängigkeit vom Umfang der Kenntnisse über einen Schadstoff zum Schutz der Gesundheit "Unsicherheitsfaktoren" verwendet werden. Empfindliche Personen werden ebenso berücksichtigt wie physiologische Besonderheiten von Kindern.
Zum Inhalt gehören ferner Beiträge über das Weltkindertagsfest 2003, das unter dem Motto "Alle Achtung: Kinder!" stand, über die Musiklautstärke in Diskotheken, die unbedingt vermindert werden muss, über "gesundes Wohnen", über die Datensammlung "Chemikalien und Kontaktallergie", die Gefahrstoffschnellauskunft beim Umweltbundesamt (UBA), über das Fachgespräch zu Multiple Chemical Sensitivity (MCS, Multiple Chemikalien-Überempfindlichkeit), zu welchem das UBA auch Betroffene eingeladen hat, und über den "Fachinformationsdienst zu Lebenswissenschaften, Umwelt und Gesundheit" der GSF.
Weitere Beiträge widmen sich der probabilistischen Expositionsabschätzung und den Ergebnissen aus zwei Forschungsprojekten, in welchen den Fragen nachgegangen wurde, wie Kinder bei der Ableitung gesundheitsbezogener Umweltstandards zu berücksichtigen sind und wie - wenn keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen vorliegen - mit tierexperimentellen Daten umzugehen ist. Vorgestellt wird auch der Abschlussbericht der vom Bundesumwelt- und der Bundesgesundheitsministerium eingesetzten Risikokommission. Sie hält eine Reform der Regulierung von umweltbedingten Gesundheitsrisiken für erforderlich und schlägt hierfür ein Zehn-Punkte-Programm vor.
Der Umweltmedizinische Informationsdienst (UMID) wird vom UBA in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Robert Koch-Institut (RKI), den Behörden, die unmittelbar an der Umsetzung des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (www.apug.de) beteiligt sind, herausgegeben. Es erscheinen jährlich etwa 4 Ausgaben.
Berlin, den 27.02.2004
!Die Ausgabe 2/2003 kann auf der Internetseite des UBA unter http://www.umweltbundesamt.de/umid/index.htm abgerufen werden. Behörden

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