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Nachrichten-Experte bleibt in Jena

28.02.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Kommunikationswissenschaftler Ruhrmann lehnt Ruf an die Universität Erlangen-Nürnberg ab


Prof. Dr. Georg Ruhrmann bleibt an der Universität Jena. Jena (27.02.04) "Alle haben erwartet, dass ich hingehe", sagt Prof. Dr. Georg Ruhrmann. Doch der Kommunikationswissenschaftler bleibt der Universität Jena treu und hat jetzt einen Ruf an die Universität Erlangen-Nürnberg abgelehnt. "Es ist mir schwer gefallen", gesteht Ruhrmann, doch zum gegenwärtigen Zeitpunkt habe er Jena auf keinen Fall verlassen wollen. Zum einen liegt dies an der Universität als Ganzem, die seit der Wende "sehr schnell weit nach vorn gekommen ist" und die Ruhrmann für "sehr ehrgeizig und in ihren Strukturen für recht flexibel hält". Er schätze die interdisziplinäre Atmosphäre und die kurzen Wege, die er in Nürnberg ebenso wenig gehabt habe, wie die gute räumliche Ausstattung, die in Jena in der Medienwissenschaft existiert. Nicht nur die Büros mit ihrer zentralen Lage, auch das neue Multimediazentrum der Uni habe für Jena gepunktet.

Den Ausschlag habe aber die Situation im Studiengang gegeben, der "mein Ziehkind ist", wie der Lehrstuhlinhaber für Grundlagen der medialen Kommunikation und der Medienwirkung betont, der seit Gründung des Fachs in Jena dabei ist. Die Jenaer Medienwissenschaft habe er - trotz mancher Probleme - nicht aufgeben können. Seit einem Jahr ist das Team auch in seinem Arbeitsbereich komplett. "Ich hatte einen Ruf nach Franken, aber die Franken sind nach Jena gekommen", lacht Ruhrmann mit Blick auf die Geburtsorte seiner beiden neuen Kollegen.

Auch die Verantwortung für seine Mitarbeiter hält ihn an der Saale. "Ich wollte manche Projekte und ihre Bearbeiter nicht verlassen", sagt Ruhrmann. Schwerpunkt bleibt in Jena die TV-Nachrichtenforschung. In einem aktuellen Projekt, das im Rahmen der Jenaer DFG-Forschergruppe über Intergruppenbeziehungen untersucht wird, geht es um Meldungen über Migranten und ihre mögliche diskriminierende Wirkung. In einer anderen Studie erforscht Ruhrmann das Bild der Molekularen Medizin in Wissenschaftsmagazinen.

In Zukunft soll ein Fernsehnachrichtenarchiv und ein Wirkungslabor aufgebaut werden. Außerdem soll die Multimediakompetenz gestärkt werden, hat sich der gebürtige Westfale vorgenommen. "Inzwischen habe ich mich an den Osten gewöhnt", schmunzelt der mobile Wissenschaftler und verweist darauf, dass er in den letzten zehn Jahren fünfmal die Universität gewechselt hat - das reicht ihm für die nächste Zeit.
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