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RUB-Ruhrgebietsforschung: Kongress über "demokratiefreie Zonen in Städten"

28.02.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

In Stadtteilen wie Duisburg Marxloh, Essen Westviertel oder Köln Chorweiler ist die Wahlbeteiligung bereits sehr niedrig, die Tendenz weiter fallend. Entstehen hier "demokratiefreie Zonen in der Stadt"? Diese Frage erörtert der Jahreskongress der Landeszentrale für Politische Bildung NRW gemeinsam mit dem Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung der RUB am 5. März in Essen.

Bochum, 27.02.2004
Nr. 64


Wo keiner mehr wählt
Kongress: Demokratiefreie Zonen in der Stadt
RUB-Ruhrgebietsforschung: lokale Demokratie und Landespolitik


Stell Dir vor, es ist Wahl, und keiner geht hin: In Stadtteilen wie Duisburg Marxloh, Essen Westviertel oder Köln Chorweiler ist die Wahlbeteiligung bereits sehr niedrig, die Tendenz weiter fallend. Entstehen hier "demokratiefreie Zonen in der Stadt"? Diese Frage erörtert der Jahreskongress der Landeszentrale für Politische Bildung NRW gemeinsam mit dem Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung der RUB (ZEFIR) am 5. März in Essen (Zeche Zollverein, 9.30 bis 17 Uhr). Die Medien sind herzlich willkommen.

Programm im Internet

Das ausführliche Programm des Kongresses steht im Internet:
http://www.sozialberichterstattung.de/landeszentrale-kongress2004/

"Problemstadtteile" in NRW

Der Kongress befasst sich mit den Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf lokale Demokratie und Landespolitik: In bestimmten "Problemstadtteilen" in Nordrhein-Westfalen wohnen überdurchschnittlich viele Rentner, Sozialhilfeempfänger und Einwanderer. Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 1999 lag in manchen dieser Stadtteile zum Beispiel bei nur noch 30 Prozent. In den Großstädten NRWs wird es in den nächsten Jahren mehr solcher Stadtteile geben: Niedrige Wahlbeteiligung ist gleichzeitig ein Anzeiger für schwindende soziale und politische Beteiligung. Will man diese Stadtteile und ihre Menschen aufgeben? Oder gibt es eine Chance der Re-Integration?

Bestandsaufnahme und Lösungsansätze

Wissenschaftler, Politiker, Lehrer, Vertreter der Wohnungswirtschaft und Vertreter der Kirchen machen auf dem Kongress zunächst eine Bestandsaufnahme: Welche Probleme sind akut, wie sehen die Prognosen aus? Im Mittelpunkt stehen dann Lösungsstrategien: Die Kongressteilnehmer identifizieren und diskutieren lokale Gegentrends, die es bereits vereinzelt gibt, sie zeigen praktische Lösungsansätze und bearbeiten in vier parallelen Foren konkrete Projekte aus "Problemstadtteilen": Dabei geht es um die Themen "Schule und Jugendliche", "Arbeit und Beschäftigung", "Selbstorganisation von Migranten" sowie "Stadtentwicklung und Wohnen".

Weitere Informationen

Ralf Himmelmann M. A., Geschäftsführer ZEFIR - Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung der Ruhr-Universität Bochum, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum, Tel. 0234/32-24675, Fax: 0234/32-14253, E-Mail: zefir@rub.de
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