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Politisches Entscheiden zwischen Nationalstaat und Weltgemeinschaft

06.03.2004 - (idw) International University Bremen

Neuer Graduiertenstudiengang "Global Governance and Social Theory" der International University Bremen (IUB) und Universität Bremen

Politische Entscheidungen sind wenig transparent. In Zeiten von Europäisierung und Globalisierung distanzieren sich Bürger mehr und mehr von der Politik. Selbst die politischen Akteure stehen oft vor undurchschaubaren Problemen. Sie benötigen für kompetente Entscheidungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem wissenschaftlichen Sachverstand und den Blick für die Vermittelbarkeit von politischen Vorgängen. Diesen können Interessierte demnächst in Bremen erwerben. Ab Herbst 2004 bieten die private International University Bremen und die Universität Bremen - erstmals gemeinsam - das Graduiertenprogramm "Global Governance and Social Theory" an. Interessierte können sich bereits jetzt bewerben. Der Studiengang befasst sich mit der wissenschaftlichen Analyse der Steuerung von politischen Entscheidungen. Können angesichts zunehmender Globalisierung von Sicherheits-, Wirtschafts- oder Umweltsachverhalten, politische Entscheidungen überhaupt noch auf nationalstaatlicher Ebene gefällt werden? Inwieweit übernehmen internationale Organisationen zunehmend ehemals staatliche Funktionen? Diese Themen werden 14 Wissenschaftler - jeweils sieben von der IUB und der Universität Bremen - aus den Bereichen internationale Politik, politische Theorie und Geschichte während des zweijährigen Aufbaustudiengangs mit den Studierenden behandeln.

Die Ausbildung ist so konzipiert, dass Absolventinnen und Absolventen speziell auf wissenschaftliche Tätigkeiten und wissenschaftsnahe Aufgaben in Verwaltungen, Verbänden und internationalen Organisationen vorbereitet werden. Die Studierenden erhalten Fachkenntnisse in folgenden Themengebieten:

· Theorie und Praxis internationaler politischer Steuerung
· Allgemeine Grundlagen der Sozialwissenschaften
· Qualitative und quantitative Forschungsmethoden

Die Bremer Universität und die IUB vergeben gemeinsam den Masterabschluss. Im Anschluss können Absolventen ihre Forschung an jeweils einer der beiden Universitäten bis zur Promotion fortführen. Zugangsvoraussetzung ist der Bachelor oder eine gleichwertige Qualifikation in einem sozialwissenschaftlichen Fach. Außerdem sind sehr gute Englischkenntnisse gefragt, da ausschließlich in dieser Sprache gelehrt und geforscht wird. Entstanden ist das Graduiertenprogramm aus der Zusammenarbeit der beiden Universitäten beim DFG-Sonderforschungsbereich "Staatlichkeit im Wandel", der im Januar 2003 ins Leben gerufen wurde.

"Erst die Expertise beider Universitäten im Bereich internationale Politik ermöglicht den ehrgeizigen Studienplan", sagt Markus Jachtenfuchs, Professor of Political Science an der IUB, der zusammen mit Bernhard Peters, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bremen das Programm leitet. "Unsere Absolventen werden sich durch ausgeprägte analytische Fähigkeiten und konzeptionelle Stärke auszeichnen. Ihnen bietet sich ein vielfältiger Arbeitsmarkt - sowohl lokal als auch international, bei privaten genauso wie öffentlichen Organisationen." Erläutert Professor Jachtenfuchs die Besonderheiten des Studienganges.

Bewerbungsschluss für die Zulassung ist der 01. Mai 2004, das Programm beginnt am 01. September 2004. Weitere Einzelheiten sowie das Bewerbungsformular sind im Internet unter www.iu-bremen.de/globalgov zu finden.

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Markus Jachtenfuchs
Tel. : 0421 200-3451
E-Mail: m.jachtenfuchs@iu-bremen.de
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