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Nachfrageorientierte Hochschulfinanzierung in Russland. Neues Modell im europäischen Hochschulraum

10.03.2004 - (idw) HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung

Der Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, hat kurze Zeit nach seinem Amtsantritt die Reformierung des Bildungswesens zur "Chefsache" erklärt. Zu diesem Zweck hat die Regierung eine "Konzeption zur Modernisierung des Russischen Bildungswesens für den Zeitraum bis zum Jahr 2010" verabschiedet (2001), die das HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung jetzt dokumentiert und analysiert hat.

Angesichts chronischer Unterfinanzierung im Hochschulbereich bei permanent steigenden Studierendenzahlen und einem ineffizienten Einsatz von Mitteln in der Folge von zentralstaatlicher Bildungsvorsorge (als Erbe aus Sowjetzeiten) sollen künftig die Hochschulen ihre Mittel aus dem Staatshaushalt in Abhängigkeit von den angebotenen Leistungen und deren Qualität erhalten. Gleichzeitig soll der Anteil an Privatinvestitionen in die Hochschulbildung erhöht werden. Zu diesem Zweck hat das Bildungsministerium neue Instrumente in Form einer einheitlichen staatlichen (Schulabschluss- und Hochschulaufnahme-)Prüfung (EGE) gekoppelt an spezielle Bildungsgutscheine (GIFO), die an die Person und in ihrer Höhe an die Lernleistung des Abiturienten gebunden sind, entwickelt und in Pilotversuchen in weiten Landesteilen getestet. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die derzeit noch angebotsorientierte Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Hochschulen weitgehend auf eine nachfrageorientierte Finanzierung umzustellen.Am HoF Wittenberg wurde ein Arbeitsbericht veröffentlicht, der dieses neue Hochschulfinanzierungsmodell in der Russischen Föderation vorstellt. Das Modell wird an den bildungspolitischen Zielen - Chancengleichheit (bzw. "equity") im Hochschulzugang bzw. beim Erwerb von Hochschulbildung und Effizienzsteuerung bei der Mittelverwendung - gemessen. Gleichzeitig werden Vor- und Nachteile der Finanzierung nach dem neuen Modell diskutiert und erste Ergebnisse aus einer zweijährigen Test- und Implementierungsphase einer kritischen Sichtung auf dem Hintergrund der Spezifik des russischen Hochschulsystems unterzogen, das Bestandteil des künftigen europäischen Hochschulraumes sein wird.

Inhaltliche Fragen beantwortet:
Dr. Christine Teichmann: Telefon 03491/ 466-148 und - 354 , E-Mail: teichmann@hof.uni-halle.de

Der Bericht kann von der Website des Institutes unter Aktuelles oder Publikationen / Arbeitsberichte heruntergeladen werden (http://www.hof.uni-halle.de/cms/download.php?id=39) oder als gedruckte Version bestellt werden.
Telefon: 03491 / 466 254
Telefax: 03491 / 466 255
Email: institut@hof.uni-halle.de
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