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Viele beispielhafte Konzepte innovativer Lehrerbildung

10.03.2004 - (idw) Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

·Große Beteiligung im Stifterverbandswettbewerb "Neue Wege in der Lehrerausbildung"
·Jury identifiziert eine Vielzahl vorzüglicher Projekte
·Öffentliche Endausscheidung am 7. Mai 2004

Auf erfreulich große Resonanz ist das Aktionsprogramm "Neue Wege in der Lehrerausbildung" gestoßen, das Stifterverband und Stiftung Mercator im Frühsommer 2003 ausgeschrieben haben: 44 der insgesamt 110 Lehrer ausbildenden Hochschulen in Deutschland hatten ihre Anträge bis zum Jahresende eingereicht. Schleswig-Holstein ist als einziges Bundesland nicht im Wettbewerb vertreten. Die Anträge decken alle Schulformen und -stufen mit Ausnahme der Sonderschulen ab. 19 der 44 Anträge sehen die Erprobung konsekutiver Studienstrukturen mit Bachelor- und Masterabschlüssen als ein Element oder Rahmen des Reformvorhabens vor.

"Viele Hochschulen haben den Wettbewerb zum Anlass genommen, sich mit konkreten Projekten in der Lehrerausbildung zu engagieren," sagte Frau von Klenck, Geschäftsführerin der Stiftung Mercator. Das Aktionsprogramm "Neue Wege in der Lehrerausbildung" ist ein Hochschulwettbewerb um beispielhafte Konzepte innovativer Lehrerausbildung.

Die hochrangig besetzte Jury unter Vorsitz von Prof. Hans Weiler (Stanford University) hat eine erste Vorauswahl getroffen. Sie lobte insbesondere die an vielen Standorten vorgesehenen Maßnahmen zur Verknüpfung von Theorie und Praxis, bisher eines der am meisten beklagten Defizite in der Lehrerausbildung. Die curriculare Integration von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaften sei demgegenüber nur wenigen Hochschulen überzeugend gelungen. Auch berufsbiografische Aspekte kämen häufig zu kurz. Vor allem aber fehle es trotz mancher Innovation zu oft an wirklich neuen Ideen und ihrer Umsetzung in umfassende Konzepte.

Die folgenden acht Vorhaben sind in die engere Wahl gekommen:
·Universität Bamberg: Neukonzeption der Grundschullehrerausbildung, u.a. durch Förderung des selbstgesteuerten Kompetenzerwerbs und des forschenden Lernens
·Universitäten Bielefeld und Bochum: Entwicklung und Erprobung eines "assistant teacher" - Modells zwischen Bachelor- und Masterphase und eines Profiling-Verfahrens für die Beratung zur Berufseignung
·Universität Erfurt: Konsekutives Ausbildungskonzept für Lehrer im Grund- und Regelschulbereich
·Universität Göttingen: Eröffnung von Möglichkeiten des Quereinstiegs in das Lehramtsstudium auf der Basis fachwissenschaftlicher universitärer Abschlüsse und Vermittlung schul- und unterrichtsbezogener Forschungskompetenz im Studiengang "Master of Arts in Education"
·Universität Koblenz-Landau: Lehrerbildung in den Naturwissenschaften
·Universität und Fachhochschule Münster: Kooperatives Studium für das Lehramt an Berufskollegs
·Universität Oldenburg: Umstellung aller Lehramtsstudiengänge auf Bachelor-/Masterstrukturen
·Universität Paderborn: Entwicklung von Standards für die Lehrerbildung und standortspezifischer Studienprofile (Lehren und Lernen mit Informationstechnologien, Gesundheitsfördernde Schule, Umgang mit Heterogenität/Diagnosekompetenz)

Welche Konzepte am Ende ausgezeichnet und drei Jahre lang mit bis zu 80.000,- Euro p.a. gefördert werden, entscheidet der Beirat im Anschluss an eine mündliche Präsentation am 7. Mai 2004. Diese Präsentation findet öffentlich statt.


Diese Pressemitteilung sowie die Wettbewerbskriterien finden Sie auch im Internet unter: www.stifterverband.de
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