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Datenbanken - Die Unbekannten im Hintergrund

18.03.2004 - (idw) Fachhochschule Brandenburg

Vortrag von Wirtschaftsinformatik-Professor Dr. Michael Höding in der "Hochschulreihe"

Mit einem Thema aus der Informationstechnologie startet die "Hochschulreihe" ins Sommersemester 2004. "Wozu Datenbanksysteme?" lautet der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. Michael Höding, Wirtschaftsinformatik-Professor im Fachbereich Wirtschaft, am Mittwoch, 24. März, um 19.00 Uhr im Hörsaal 027 des Informatik-Zentrums der Fachhochschule Brandenburg halten wird.

Datenbanksysteme unterstützen Anwender in Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und im privaten Bereich mit strukturierten und damit effizient nutzbaren Daten. Da sie oft im Hintergrund werkeln, werden sie jedoch selten wahrgenommen. Der Vortrag soll eine kurze Einführung in die Hintergründe der Datenbanktechnologie geben und aktuelle Trends und Anwendungen aufzeigen. Forschungsthemen wie die immer aktuelle Integrationsproblematik werden aufgegriffen. Des Weiteren wird auf sehr große Datenbanken, z.B. zum Data-Mining, und auch sehr kleine Datenbanken, z.B. für den mobilen Bereich, eingegangen. Nach Vortrag und Diskussion wird zu einem kleinen Imbiss eingeladen.

Die Vorlesungen in der Hochschulreihe stehen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Hochschulangehörigen und Studierenden offen. In diesem Semester werden noch die folgenden Veranstaltungen angeboten:

Mittwoch, 21. April, 19.00 Uhr: "Neuanfänge des Brandenburgischen Hochschulsystems nach 1989" von Dr. Hinrich Enderlein (ehemaliger Wissenschaftsminister des Landes Brandenburg). Nach der Wende gab es in Brandenburg als einzigem ostdeutschen Bundesland keine Universität. Es gab auch keine Hochschulen, die in Fachhochschulen umgewandelt werden konnten. Der Neuaufbau einer kompletten und funktionsfähigen Hochschullandschaft musste die erforderlichen Studienplätze für die Studierenden aus Brandenburg beinhalten und darüber hinaus Potentiale für die Entwicklung der Wirtschaft in den Regionen bereitstellen. Das Ganze sollte zudem langfristig finanzierbar und mit den Kapazitäten in Berlin abgestimmt sein. Trotz der Schwierigkeiten dieser riesigen Aufgabe war dieser Neuaufbau eine große Chance, deren Umsetzung erheblich zu der damaligen Aufbruchstimmung in Brandenburg beitrug.

Mittwoch, 5. Mai, 19.00 Uhr: "Soll die EU-Regionalförderung abgeschafft werden?" von Prof. Dr. Ulrich Brasche. Regionen mit Entwicklungsrückstand bekommen seit 1988 aus Brüssel erhebliche Unterstützung für ihre Entwicklung. Dafür gibt die EU bisher über ein Drittel ihres Budgets aus. Nun ist es Zeit zu prüfen, was dieser Einsatz gebracht hat. Dies wird auch deshalb notwendig, weil neue Mitgliedsländer hinzukommen, die deutlich ärmer sind, als das ärmste der EU-Länder. Die Förderung kann und sollte nicht beibehalten oder gar ausgedehnt werden, wenn nicht gesichert ist, dass die erstrebten Effekte auch eintreten. Eine Änderung wird zwar auf erheblichen politischen Widerstand stoßen, ist aber nötig, wenn die knappen Mittel wirkungsvoll eingesetzt werden sollen, um die wirtschaftlichen Schwächen Europas zu vermindern: Die Frage nach der Effizienz ist unbequem, kann aber nicht länger aufgeschoben werden; dies betrifft "Brüssel" ebenso wie "Potsdam".

Mittwoch, 26. Mai, 19.00 Uhr: "Bologna und die Folgen - die akademische Bildung vom 12. bis 21. Jahrhundert" von Prof. Dr. Karl-Otto Edel. Der Name der italienischen Stadt Bologna ist für die akademische Bildung in zweifacher Hinsicht von grundlegender Bedeutung: 1. Im 12. Jahrhundert entstand in Bologna aus einer Juristenschule die erste europäische Universität mit später vier Fakultäten, die zusammen mit der etwas später entstandenen Universität in Paris das Vorbild für die Hochschulen in Europa wurde. 2. Im Jahre 1999 verabredeten die in Bologna zusammengekommenen Vertreter von 29 Ländern die Bildung eines zu schaffenden "Europäischen Hochschulraums" mit dem Ziel der Erhöhung der Mobilität der Studenten und der Internationalität und der Attraktivität des Studiums.
Um den Stand der akademischen Bildung in Deutschland werten zu können, ist ein Rückblick auf die Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten notwendig. Daneben ist auch ein kritischer Blick auf das amerikanische Hochschul-Bildungssystem hilfreich, um - im Umfeld der sich gegenwärtig in vielfältiger Form vollziehenden Umbrüche in der BRD - die überwiegend als negativ einzuschätzenden Auswirkungen des alternativen oder protegierten gestuften Systems auf die akademische Bildung und letztlich auch auf die Volkswirtschaft zutreffend einschätzen zu können.

Mittwoch, 16. Juni, 19.00 Uhr: "Was erfolgreiche Unternehmen anders machen: Hidden Champions und ihre Erfolgsstrategien" von Prof. Dr. Anja Lüthy. Hidden Champions sind Unternehmen, die 70 bis 90 Prozent der Weltmarktanteile halten und ihre eigenen Märkte in der Regel weltweit beherrschen. Firmen wie Brita, Hauni, Webasto oder Tetra ziehen es jedoch vor, im Verborgenen zu handeln. Prof. Dr. Anja Lüthy geht in ihrem Vortrag sowohl auf die unternehmensinternen als auch auf die externen Strategien dieser "heimlichen" Gewinner ein und stellt einige dieser erfolgreichen Unternehmen vor. Außerdem wird Prof. Lüthy erklären, was Unternehmen, die heute noch nicht so erfolgreich auf dem Weltmarkt tätig sind, von den Hidden Champions lernen können.

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