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Zwischen klinischen Ansprüchen und wirtschaftlichen Zwängen

19.03.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Mittel- und ostdeutsche Narkoseärzte und Intensivmediziner tagen vom 25.-27. März in der Kongresshalle Weimar

Jena (18.03.04) Ist angesichts der Änderung der Vergütungssysteme für das Krankenhaus und massiver Sparzwänge im Gesundheitswesen medizinischer Fortschritt überhaupt noch bezahlbar oder muss mit einer Rücknahme bisheriger Behandlungsstandards gerechnet werden? Diese brisante Frage steht im Mittelpunkt der Anästhesietage, die vom 25.-27. März in Weimar stattfinden. Die Landesverbände der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten (BDA) von Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben zur Jahrestagung in die Kongresshalle geladen. "Jeder Arzt wird sich zukünftig die Frage stellen müssen, ob er jederzeit nicht nur das beste, sondern auch das kostengünstigste Behandlungsschema für seinen Patienten ausgewählt hat", verdeutlicht Prof. Dr. Konrad Reinhart. Der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat die Tagung organisiert, zu der mehr als 700 Teilnehmer erwartet werden.

Neben den Narkoseärzten, Intensivmedizinern, Notfallärzten und Schmerztherapeuten werden sich auch Juristen und Vertreter von Krankenhausträgern an der Diskussion zum diesjährigen Hauptthema: "Perioperative Medizin im Spannungsfeld von klinischen Ansprüchen und wirtschaftlichen Zwängen" beteiligen. "Das Thema ist gerade auch für Patienten, die sich operieren lassen müssen, oder wegen anderer Gründe der Behandlung auf einer Intensivstation bedürfen, von großer Bedeutung", sagt Prof. Reinhart. "Die Tagung soll dazu dienen, nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin die Fragen zu beantworten, die wir uns als Narkoseärzte und Intensivmediziner täglich am Krankenbett bzw. im OP-Saal stellen müssen."

Der Mediziner von der Universität Jena und DGAI-Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen zitiert aus dem Fragenkatalog, der auf der Tagung in Vorträgen, Workshops und Symposien abgehandelt werden soll: Wie lässt sich mit weniger finanziellen Mitteln und weniger Personal auch in Zukunft gute Medizin machen? Worauf kann ohne Schaden für den Patienten verzichtet werden? Wie lassen sich durch die Wahl des Narkoseverfahrens und spezieller Arzneimittel Komplikationen verhindern? Wann soll der Patient vor einer Operation selbst Blut spenden? Wie kann man Schmerzen während und nach der Operation am besten ausschalten? Wie erkennt man eine Blutvergiftung am frühesten und wie behandelt man sie optimal?

Integriert in die Tagung ist auch ein Fachpflegesymposium, im Rahmen dessen Fragen wie ungewollte Wahrnehmung während der Narkose, die papierlose Krankenakte und OP-Management diskutiert werden. Über 70 Industrieaussteller werden zudem ihre neuesten Produkte präsentieren.

Hinweis für die Medien:
Anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten (BDA) findet am Donnerstag, 25. März, um 10.30 Uhr eine Pressekonferenz statt. Ort: Konferenzraum der Klinik für Chirurgie, Bachstrasse 18, Jena. Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Kontakt:
Prof. Dr. Konrad Reinhart
Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Universität Jena
Bachstrasse 18, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 933041 oder 933307
E-Mail konrad.reinhart@med.uni-jena.de
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