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Jenas Uni-Kliniken rüsten zum Drei-Tage-Umzug in den Neubau

23.03.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Fast 300 Patienten, ca. 1200 Mitarbeiter und 6000 Umzugskisten ziehen nach Lobeda

(Jena) Drei Tage lang werden die Kliniken des Universitätsklinikums Jena mit Patienten und Mitarbeitern Ende März 2004 umziehen, danach ist der millionenschwere Neubau in Lobeda belegt und in Betrieb genommen. Mit den fünf umziehenden Kliniken und mehreren weiteren Einrichtungen verlagert sich auch der Schwerpunkt des Klinikums aus der Bachstraße im Stadtzentrum in den neuen Komplex nach Lobeda.

"Es ist eine sehr große Herausforderung, bei laufendem Klinik-Betrieb umzuziehen" erklärt Prof. Dr. Klaus Höffken, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. "Oberste Regel für uns ist dabei das Wohlergehen und die Sicherheit unserer Patienten. Um hierfür einen reibungslosen und möglichst wenig belastenden Ablauf sicherzustellen, haben wir uns seit Monaten umfassend auf den Umzug vorbereitet." Seit Jahresanfang laufen regelmäßige Schulungen für alle Mitarbeiter, die in Begehungen die neuen Räume und Ausstattung vorab kennen lernen. Ebenfalls seit Wochen laufen die Planungen und Vorbereitungen für den Umzug auf Hochtouren - immerhin müssen 6000 Umzugskartons, 2000 m³ Möbel und 2500 medizinisch-technische Geräte transportiert werden. Auch 25 medizinische Großgeräte, wie ein Computer-Tomograph und Spezialgeräte für die Bluttransfusion, müssen transportiert werden - allein dafür wird ein 25-Tonnen-Kran und ein Tieflader benötigt. Entsprechend beginnt ein großer Teil des Umzugs schon vor der Verlegung der Patienten am 25., 26. und 27 März. Möbel und Geräte werden schon Tage vorher in den Neubau transportiert, so dass 90 Prozent des benötigten Mobiliars und 80 Prozent der medizinisch-technischen Geräte bereits vor Ort sein werden, wenn am 25. März der erste Patient aus den chirurgischen Kliniken umzieht. Parallel zu den umziehenden Patienten werden dann lediglich lebenserhaltende Systeme, 260 Betten und andere bis zuletzt benötigte Ausstattung transportiert.

Im großen Klinik-Umzug werden ca. 50 Intensivpatienten, etwa 220 "Normalpatienten" und ca. 1200 Mitarbeiter ihre neuen Räume in Lobeda beziehen. Die Patienten werden dabei mit Krankenwagen, Rettungswagen und speziellen Bussen gefahren.

Den Anfang machen die Kliniken für Neurochirurgie sowie Herz-Thorax-Gefäßchirurgie, die am 25. März als erste umziehen werden. Am 26. März folgen die Kliniken für Unfallchirurgie sowie Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und am 27. März als letzte die Klinik für allgemeine und viszerale Chirurgie. Ebenfalls am 25. März beginnt der Umzug der Intensivpatienten, so dass spätestens am 27. März auch die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin komplett umgezogen sein wird.

Bereits in der Nacht vom 24. zum 25. beginnt der Umzug des Nothilfezentrums, welches dann als fachübergreifende Zentrale Notaufnahme (ZNA) ab etwa 9.00 Uhr am 25.03.04 die Arbeit im Neubau aufnehmen wird, während parallel der Arbeitsbereich in der Bachstraße geschlossen wird. Damit verbunden ist eine große Umstellung für die Jenaer Bürgerinnen und Bürger, da sich die Notfallambulanz und die Notaufnahme des Klinikums ab diesem Zeitpunkt ausschließlich und für alle Krankheitsbilder in Lobeda befinden wird.

Ebenfalls am ersten Umzugsmorgen werden die Operationssäle im Neubau in Betrieb genommen. Ab dem 29 März, dem folgenden Montag, nehmen dann alle Ambulanzen am neuen Standort ihre Arbeit auf - ausgenommen der Ambulanz der Klinik für Kinderchirurgie, deren Einrichtungen noch im Stadtzentrum / Bachstraße bleiben und erst im Juni nach Lobeda umziehen werden. Lediglich kinderchirurgische Notfälle werden bereits ab dem 25. März in der ZNA mit behandelt. Mit der bereits seit Januar im Neubau befindlichen Klinik für Neurologie sind dann am 28. März alle Einrichtungen des 1. Bauabschnittes des Klinikumneubaus umgezogen.

Für den Straßenverkehr in Jena ergeben sich durch den Klinikums-Umzug in den kommenden Tagen einige Einschränkungen: Insbesondere vom 25. bis zum 27. März sind die Parkmöglichkeiten auf dem Gelände in der Bachstraße sehr stark eingeschränkt. Ebenso ist während der drei Tage des Patientenumzugs mit einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen von der Bachstraße nach Lobeda und damit verbunden mit vorübergehenden Einschränkungen und Behinderungen zu rechnen. Die Klinikumsleitung bittet die Jenaer dafür um Verständnis.

(Helena Reinhardt)

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