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5000 Euro für Bayreuther Chemie-Netzwerk

23.03.2004 - (idw) Universität Bayreuth

Das Bayreuther Chemie-Netzwerk "C#Nat", das Schüler, Lehrer, Didaktiker und Hochschullehrer verbindet, ist in Dresden mit dem 1. Preis "NaT-Working des Jahres 2004" der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet worden.


Schülerinnen einer 6. Jahrgangsstufe aus Burgkunstadt beim Chemie-Teil des Themas "LEGOlab Bayreuth": sie untersuchen gerade einen aufgelösten LEGO-Stein
Bei der Preisverleihung in Dresden: 2. von rechts der Bayreuther Chemiedidaktiker Walter Wagner Bayreuth (UBT). Mit dem mit 5000 Euro dotierten 1. Preis "NaT-Working des Jahres 2004" ist jetzt in Dresden das integrierte Projekt "C#NaT - Chemie vernetzt Naturwissenschaften und Technik" der Fachgruppe Chemie der Universität Bayreuth durch die Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet worden.
"Mit einfallsreichen Inhalten gelingt es den Lehrern und Wissenschaftlern dieses Netzwerks in hervorragender Weise, Jugendliche für Chemie zu begeistern. Direkt im Labor der Hochschule bearbeiten Unter- und Mittelstufenschüler gemeinsam mit Chemikern der Universität Bayreuth Themen wie ´Strom aus Licht - eine organische Solarzelle selbst gemacht' oder 'Auf Duftwolke 7: sieben Experimente zu Aroma- und Duftstoffen'", lobt die Stiftung.
"NaT-Working - Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich" heißt das Programm der Stiftung, das inzwischen über 1000 Schulen in ganz Deutschland mit Wissenschaftlern an Hochschulen verbindet. Seit dem Jahr 2001 ist die Universität Bayreuth dabei und hat sich mit dem Großteil der Gymnasien in Oberfranken vernetzt. Die Jury der Robert-Bosch-Stiftung fand dann auch laut dem Bayreuther Chemie-Didaktiker Akademischer Oberrat Walter Wagner die enge Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern, Didaktikern und Wissenschaftlern besonders preiswürdig.
Kernpunkte des Projektes sind die Konzeption von bis zu 10 Unterrichtseinheiten zu aus Schülersicht interessanten und aus Lehrersicht unterrichtsrelevanten Themen Dabei spielt der Lernort Universität eine entscheidende Rolle. Die Einheiten werden in Zusammenarbeit von Lehrern und Hochschullehrer erstellt und werden im Internet publiziert (http://www.uni-bayreuth.de/departments/didaktikchemie/cnat/hintergrund.htm). Sie stehen allen Chemielehrern, auch an Realschulen, zur Verfügung.
Für die Besuche von Schulklassen oder Arbeitsgruppen an der Universität im Rahmen dieses Projektes gibt es Zuschüsse für Fahrt- und Verpflegungskosten. Im Bereich "C#NaT - Dialog" wurde eine Plattform geschaffen, über die Schüler und Lehrer Experten von der Universität mit fachlichen Fragen erreichen. Das kann im Rahmen der Erstellung von Facharbeiten oder "eben so" aus dem Unterricht heraus geschehen. Die Kontakte bleiben nach der Laufzeit des Projekte im Herbst diesen Jahres erhalten und werden durch die Universität Bayreuth weiter gepflegt.
Ein Großteil des Preisgelds soll im Oktober in ein Abschlußsymposium des Projektes gesteckt werden, von dem sich Wagner die Teilnahme von jeweils 2-3 Chemielehrern der Netzwerkschulen erwartet. Der Bayreuther Chemie-Didaktiker wies auch darauf hin, dass die neuen Lehrpläne für die Facharbeiten einen Kontakt mit den Hochschulen vorsehen und das Projekt damit vorausnehme, was zukünftig mehr zur Realität werden werde. Damit sei allerdings auch eine größere Belastung der Hochschuldidaktik verbunden, betonte Wagner. Dieses müsse sich dann auch personell niederschlagen, etwa durch eine entsprechende Professur.

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