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Chemie in der Haushaltsmikrowelle

27.03.2004 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

NaT-Working-Preis der Robert Bosch Stiftung für Projekt des Instituts für Didaktik der Chemie

FRANKFURT. Das NaT-Working-Netz 'Chemie und Physik in der Haushaltsmikrowelle und im Ultraschallbad', das Wissenschaftler des Instituts für Didaktik der Chemie an Universität Frankfurt initiiert haben, wurde jetzt von der Robert Bosch Stiftung mit dem mit 2.000 Euro dotierten vierten Preis ausgezeichnet. "Dieses Netzwerk zeichnet sich durch die besondere Originalität der Experimente aus: Chemische Versuche mit einem Küchengerät beeindrucken die jugendlichen Workshop-Teilnehmer so, dass schon mehrere Arbeiten für 'Jugend forscht' aus diesem NaT-Working-Netz hervorgegangen sind," so die Begründung der Auswahlkommission. Mit dem von der Robert Bosch Stiftung vergebenen NaT-Working-Preis wurden zum dritten Mal fünf herausragende Netzwerkinitiativen von Schülern, Lehrern und Forschern gewürdigt.

Das Ultraschallbad, besonders aber der Mikrowellenofen, sind wohl jedem als Haushaltgeräte bekannt. Dass sich mit ihnen jedoch chemische Experimente ganz besonderer Art durchführen lassen, überrascht. Glas und Metall in einem gewöhnlichen Mikrowellenofen in wenigen Minuten zum Schmelzen oder ein Gas zum Leuchten zu bringen - das sind beeindruckende und erstaunliche Experimente, die bei Schülern und Lehrern schnell Interesse wecken, selbst mit diesen Geräten zu experimentieren.

Das prämierte Projekt möchte Schüler und Lehrer zum Experimentieren ermutigen und sie dabei mit neuen Experimentiertechniken vertraut machen. Wichtig ist dabei, dass die Experimente nicht einfach 'abgearbeitet' werden, sondern zu eigenen Fragen anregen, denen weiter nachgegangen wird. Die Experimentiertechniken und Experimente sollen durch das Projekt in die Schulen getragen werden, um einen Beitrag für einen aktuellen und lebensweltbezogenen naturwissenschaftlichen Unterricht leisten zu können.

Konzeptionell wichtig zum Erreichen der gesetzten Ziele ist bei diesem Projekt die Vielfältigkeit und Flexibilität der Teilnahmemöglichkeiten. Zu den Projektangeboten und -aktivitäten gehören Schülertage, Projektwochen, die Betreuung von themenbezogenen Fach- und 'Jugend forscht'-Arbeiten ebenso wie die Unterstützung themenbezogener Unterrichtsplanungen und Lehrerfortbildungen.

Einen besonderen Schwerpunkt der Projektaktivitäten bildet die Ferien-Projektwoche 'Science Camp'. Dieses Ferienangebot richtet sich direkt an Schüler des Rhein-Main-Gebiets, die in den Ferien selbstständig experimentieren möchten. Die Ankündigung für die diesjährige Veranstaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Alle schülerbezogenen Projektangebote und Anmeldemöglichkeiten sind übrigens im Internet unter der Adresse www.uni-frankfurt.de/didachem/NaT abzurufen.

'NaT-Working - Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich' ist der Titel des Programms der Robert Bosch Stiftung, das inzwischen über 1.000 Schulen in ganz Deutschland mit Wissenschaftlern an Hochschulen verbindet. Mit Hilfe engagierter Wissenschaftler gestalten Schüler selbständig Projekte und erhalten dadurch einen neuen Zugang zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Seit dem Start des Programms im Jahr 2000 arbeiten über 20 000 Schüler und Lehrer sowie 500 Wissenschaftler im NaT-Working-Netzwerk zusammen. Insgesamt hat die Stiftung diese Projekte mit rund 2,6 Millionen Euro gefördert.

Kontakt: Prof. Hans Joachim Bader, Institut für Didaktik der Chemie, Tel.: 069/798-29455 (56), Fax: 069/798-29461, E-Mail: h.j.bader@chemie.uni-frankfurt.de
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