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Trierer Tele-Teacher prüft chinesische Internet-Experten in Peking

02.04.2004 - (idw) Universität Trier

Zum zweiten Mal hat der Trierer Informatik-Wissenschaftler Prof. Christoph Meinel an der Polytechnischen Universität der chinesischen Hauptstadt Prüfungen durchgeführt. Rede und Antwort standen dem deutschen Gastprofessor chinesische Studenten, die im Wintersemester von Peking aus übers Internet an Meinels Trierer Universitäts-Vorlesung zu Sicherheitsproblemen der Web-Technologie teilgenommen hatten.

Auch andere Internet-Nutzer hatten sich dank weltweiter Online-Übertragung unter http://www.tele-task.de in die freitags von 8 bis 10 Uhr gehaltene Vorlesung einschalten bzw. den Mitschnitt zeitversetzt herunterladen können. Seit dem 5. März 2004 wird nun auf die gleiche Weise die Vorlesung "Internet Security II - Weaknesses and Targets" angeboten. Zum Einsatz beim Trierer Tele-Teaching kommt das in den USA mit dem "Einstein-Award" ausgezeichnete neue E-Learning-System "Tele-Task".
Die mit dieser in Trier entwickelten Technik produzierten und gesendeten Online-Vorlesungen stoßen weltweit auf großes Interesse: "Bislang haben Internet-User unsere Beiträge über 81.000 mal abgerufen", berichtet Professor Meinel. Nicht enthalten in dieser Zugriffszahl sei die Nutzung des Servers der "Internet-Brücke" (http://www.internet-bridge.uni-trier.de) in Peking, über die schon seit November 2002 Informatik-Studenten der Polytechnischen Universität Peking regelmäßig an Meinels Trierer Vorlesungen teilnehmen. Die Pekinger Informatik-Fakultät ernannte Meinel, der zurzeit auch eine Kompaktvorlesung zu Verschlüsselungsfragen abhält und Gespräche über noch engere Forschungskontakte führt, inzwischen zum Gastprofessor.
Der Clou an dem von Meinel initiierten neuen E-Learning-System ist die raffinierte Kombination aus Audio-, Video- und Bildschirminhalten. "Bei Vorträgen, die mit Tele-Task aufgezeichnet werden, kann der Zuschauer den Vortragenden hören und sehen und gleichzeitig dessen animierte Computer-Präsentation in exzellenter Qualität verfolgen - selbstverständlich zeitlich synchronisiert", beschreibt Prof. Meinel die Vorzüge. Außer für Vorlesungen kann das Teleteaching-System auch für Seminare, Symposien oder jede Art von Fernlehrgängen genutzt werden.
Aus Sicht eines Internet-Benutzers ist der Abruf der mit Tele-Task erstellten Inhalte denkbar einfach. Nur der "RealPlayer" muss als so genanntes Plug-In im Webbrowser installiert sein. Um Vorlesungen oder Konferenzbeiträge in ansprechender Qualität abrufen zu können, reicht für die Datenübertragung ein 56-KB-Modem oder ein ISDN-Anschluss. "Durch die eingesetzte Streaming-Technologie muss der Zuschauer nicht warten, bis alle Daten heruntergeladen sind, sondern er kann sich sofort einschalten", so Prof. Meinel. Wer die Tele-Task-Technik zur Produktion von Internet-präsentationen anwenden will, benötigt neben Kamera und Mikrofon lediglich ein Schuhkarton großes Aufzeichnungs- und Sende-Gerät mit dem Namen "T-Cube".

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