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Konferenz des europäischen Brustkrebs-Netzwerkes

21.06.2002 - (idw) Mammographie-Screening Planungsstelle beauftragt vom Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen

Schon bald bessere Qualität der Brustkrebsversorgung für alle Frauen

Pressemitteilung

Sperrfrist: 27. Juni 2002, 9 Uhr

Wiesbaden, den 27.6.2002 Vom 27. bis 29. Juni findet auf Schloss Reinhartshausen bei Wiesbaden die Jahreskonferenz des Europäischen Brustkrebs-Netzwerkes (EBCN) statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Als besonderer Gast wird Karin Jöns erwartet, die sich als Mitglied des europäischen Parlaments und Präsidentin von Europa Donna Deutschland im Kampf gegen den Brustkrebs engagiert.

Zu der wissenschaftlichen Konferenz haben sich zahlreiche europäische Brustkrebs-Spezialisten angemeldet. Dabei wird es einerseits um Fragen der Bewertung und Standardisierung von Screening-Programmen zur Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammographie gehen. Ein solches Programm befindet sich für die Bundesrepublik Deutschland in Vorbereitung. Geht es nach dem Willen des Bundestages, dann soll schon im kommenden Jahr der nationale Betrieb des Mammographie-Screening beginnen. In Verbindung mit dem Screening soll auch eine aktuelle Bewertung der strahlungsärmeren digitalen Mammographie diskutiert werden.

Andererseits beschränkt sich die Konferenz nicht auf das Mammographie-Screening, sondern nimmt die Qualität der gesamten Brustkrebsversorgung in den Blick und setzt damit auch neue Maßstäbe für Diagnose, Therapie und Nachsorge von Brustkrebs. Dabei sollen Erfahrungen über Qualitätsverbesserungen in den beteiligten europäischen Ländern ausgetauscht werden, um daraus Best-Practice-Regeln zu entwickeln. Die Ausdehnung des Qualitätsmanagements auf die gesamte Screeningkette ist unverzichtbar, weil der Nutzen der Früherkennung bei unzureichender Therapie des Brustkrebses wieder verloren gehen kann. Zudem kommt damit erstmals die Qualitätsverbesserung der Früherkennung bei gesunden Frauen, die hierzulande in drei Modellprojekten erprobt wird, nach und nach auch den bereits an Brustkrebs Erkrankten zugute.

Was dies bedeutet, lässt sich am besten anhand der vorläufigen Zahlen aus den Modellprojekten in Bremen, Wiesbaden und Weser-Ems zeigen. Eingeladen wurden von Juli 2001 bis Ende Mai 2002 insgesamt über 30.000 Frauen. Teilgenomen haben im selben Zeitraum über 15.000 Frauen. Die durchschnittliche Krebsentdeckungsrate liegt bislang bei acht pro Tausend Frauen. Für eine hervorragende Qualität spricht, dass von den wegen Brustkrebsverdacht operierten Frauen nur jede achte bis neunte einen gutartigen Befund aufwies. Üblicherweise ist der Anteil von gutartigen Befunden hierzulande erheblich höher.

Die neuen Best Practice-Regeln des Europäischen Netzwerkes sollen dazu beitragen, dass die Zahl von unnötigen Brustoperationen vermindert wird. Das Europäische Brustkrebs-Netzwerk (EBCN) wurde Ende der 80er Jahre vom Programm Europe gegen Krebs eingerichtet, um den Aufbau des qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings in Europa voranzubringen. Inzwischen laufen regionale und nationale Screeningprogramme. Nach den gleichen Qualitätsstandards arbeiten die Mammographie-Screening Modellprojekte in Bremen, Wiesbaden und Weser-Ems.

Pressekonferenz: Freitag den 28. Juni um 10:30 Uhr
Schloss Reinhartshausen
Experten-Interviews auf Wunsch; Kontakt: Dr. Friedrich Hansen, Tel: 040-4801872, mobil: 01792311908,
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