Disease-Management-Programm (DMP) bei Brustkrebs17.04.2004 - (idw) Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen
(ukg) Das "XXII. Göttinger Mamma-Symposium" findet am Samstag, 24. April 2004, erstmals unter dem Dach des neu gegründeten "Interdisziplinären Brustzentrums der Universität Göttingen" statt. Im Vordergrund stehen dabei das "Disease-Management Programm" (DMP) bei Brustkrebs, die europäischen Leitlinien zur Brustkrebsfrüherkennung sowie die daraus abgeleiteten aktuellen Anforderungen an die Mammadiagnostik. Hinter einem so genannten strukturierten Behandlungsprogramm, vom Gesetzgeber offiziell als Disease-Management Programm (DMP) bezeichnet, verbirgt sich eine in Deutschland neue medizinische Versorgungsform, mit der unter anderem die Prävention und Behandlung einer Krankheit verbessert werden soll. Disease-Management erfordert eine verbindliche und aufeinander abgestimmte Behandlung und Betreuung der Patienten über Krankheitsverläufe und institutionelle Grenzen hinweg. Das Vorgehen wird auf der Grundlage einer begleitenden wissenschaftlichen Überprüfung festgelegt. Mit dem DMP sollen die im Gesundheitswesen zur Verfügung stehenden Ressourcen effektiv eingesetzt werden. Daher werden die Kosten für die Krankenkassen, die ihren Versicherten ein DMP anbieten, im Rahmen des Risikostrukturausgleichs berücksichtigt, um so die hohen Behandlungskosten für solche Patienten auszugleichen. Die neuesten europäischen Leitlinien zur Brustkrebsfrüherkennung sind evidenzbasiert. Das heißt, sie werden in wissenschaftlichen Studien auf Wirksamkeit, Sicherheit und Nutzen überprüft und stellen dadurch sicher, dass die Patientinnen nach einem aktuellen, wissenschaftlich belegbaren Erkenntnisstand untersucht und behandelt werden. Für die Ärztinnen und Ärzte wird durch diese Leitlinien ein Behandlungs-"Korridor" vorgegeben, der im Einzelfall den individuellen Bedürfnissen der Frau anzupassen ist. Die Untersuchungs- und Behandlungsfreiheit des Arztes bleibt also erhalten. Weitere Informationen: Georg-August-Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin Abt. Diagnostische Radiologie - Prof. Eckhardt Grabbe Robert-Koch-Str. 40 37075 Göttingen Tel.: 0551/39 - 8965 Fax: 0551/39 - 9606 E-mail: roe1@med.uni-goettingen.de XXII. Göttinger Mamma-SymposiumAktuelle Mammadiagnostik zwischen Disease-Management-Programm (DMP) und interdisziplinärem Brustzentrum Samstag, 24. April 2004, 09.15 bis 15.45 Uhr Hörsaal 81, Universitätsklinikum Göttingen Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen 09.10 Begrüßung Prof. Eckhardt Grabbe (Direktor Abteilung Diagnostische Radiologie)
09.15 Änderung: Erfahrungen mit dem DMP Mammakarzinom Wilfried Jacobs (Vorstandsvorsitzender AOK Mammakarzinom in NRW Rheinland) 09.45 Das Interdisziplinäre Brustzentrum am Universitätsklinikum Prof. Günter Emons (Direktor Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe) 10.15 Kooperation mit den zuweisenden und nachsorgenden niedergelassenen Ärzten Dr. Anita Schmidt-Jochheim 10.30 Diskussion 10.45 Pause 11.15 S 3 - Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung Dr. Ute-Susann Albert 11.45 Anforderungen an moderne Mammographiesysteme: Mit geringster Dosis zur optimalen Bildqualität Dr. Klaus-Peter Hermann 12.15 Diagnostische Qualitätssicherung bei der Dr. Silvia Obenauer Röntgenmammographie 12.45 Pause 13.45 Erweiterte Diagnostik: Mammasonographie Befundbeschreibung und Klassifikation Dr. Monika Knieß 14.15 Erweiterte Diagnostik: MR-Mammographie PD Dr. Matthias Funke 14.45 Moderne interventionelle Techniken Dr. Monika Knieß und Dr. Silvia Obenauer 15.15 Diskussion mit den Referenten 15.45 Ende des Mammasymposiums
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