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Doppelt hält besser - auch bei der Wirkung von Antibiotika

22.04.2004 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Hamburger Max-Planck-Wissenschaftlern ist es gelungen, die Wirkungsweise von Zwei-Komponenten-Antibiotika im Ribosom bakterieller Erreger detailliert aufzuklären

Allein in einer Großstadt wie New York sterben jedes Jahr Tausende von Menschen an bakteriellen Infektionen, gegen die kein Antibiotikum (mehr) hilft. Angesichts der zunehmenden Resistenz vieler Erreger kommt einem detaillierten Verständnis, auf welche Art und Weise Antibiotika die Proteinsynthese blockieren, eine äußerst vitale Bedeutung zu. Streptogramin-Antibiotika gehören zu den wirkungsvollsten Medikamenten ihrer Art und sind eine Art "Reserve-Waffe", wenn andere Medikamente gegen die Erreger bereits versagen. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Ribosomenstruktur der Max-Planck-Gesellschaft am DESY in Hamburg haben jetzt nach mehrjähriger Arbeit den einzigartigen Blockierungsmechanismus aufgeklärt, mit dem Dalfopristin und Quinupristin, die potentesten Vertreter der Streptogramine, die Proteinsynthese von Bakterien blockieren und diese damit abtöten. Die neuen Erkenntnisse wurden in der neuen Open-Access-Zeitschrift "BMC Biology" (BMC Biology 2004, 2:4, 1 April 2004) von BioMed Central veröffentlicht und werden helfen, dringend benötigte neue Antibiotika zu entwickeln und die Wirksamkeit bereits vorhandener Medikamente gegen resistente Erreger zu verbessern.
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