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Uni-Sammlungen starten zur "Nachtschicht"

22.04.2004 - (idw) Universität Leipzig

5. Leipziger Museumsnacht am 24. April

Bei der 5. Leipziger Museumsnacht am 24. April ab 19 Uhr treten auch die Museen und Sammlungen der Universität Leipzig wieder zur traditionellen "Nachtschicht" an. Auf vier Routen (Wissen und Geschichte, Technik, Kunst und Musik, Natur und Leben) kann das museale Nachtleben durchstreift werden, wobei der rote Faden diesmal dem Lockruf des Goldes folgt. Und da hat die Universität nicht Weniges zu bieten.
Die Kustodie öffnet nur in dieser Nacht den Tresor, in dem das vergoldete Zepterpaar von 1476 und die kostbare Rektorkette aufbewahrt werden. Auch die Bibliotheca Albertina lässt in ihre Schatztruhen blicken und zeigt Stücke ihrer Münz-, Papyri- und Medaillensammlung. Im Ägyptischen Museum wird man nach Nubien geführt, ins Goldland der Pharaonen. Neben einer Goldsuche können Besucher, nicht zuletzt Kinder, auch altägyptische Amulette mit Goldbronze bemalen und beim Wägen und Umtausch der Funde dem Wert des Goldes nachspüren. Gold gibt es auch in der Mineralogisch-petrographischen Sammlung zu sehen - real wie virtuell bei einer Beamerpräsentation und einer mikrofotographischen Dokumentation. Die Geologisch-paläontologische Sammlung eröffnet unter dem Motto "Harte Zeiten - Goldene Zeiten" die Sonderausstellung "Aussterbeereignisse und Neubeginn in der Evolution der Organismen am Beispiel der mesozoischen und känozoischen Biota". Den Weg der griechischen Helden zum Goldenen Vlies, ins antike Land Kolchis, im heutigen Georgien gelegen, kann man im Antikenmuseum nachvollziehen, und da die mythischen Gestalten überraschenderweise einen Zwischenhalt in Leipzig einlegen, ergibt sich die Möglichkeit zu einem Suchspiel für Kinder im Museumsfundus. Überdies findet eine Begegnung mit dem "Goldenen Zeitalter" der Griechen statt, vermittelt durch die Puppenbühne Reinhardt. Und das Atelier Fischer gewährt einen Einblick in die Werkstatt des größten Künstlers der Antike - Phidias macht eine Statue der Aphrodite in Gold. Die Uni-Sammlung zur Ur- und Frühgeschichte widmet sich mit Vorträgen und Diaschauen, auf Grabungen und Grabungsfunde Bezug nehmend, dem Thema "Gold und Kult der Bronzezeit". Das Institut für Kunstpädagogik zeigt in seiner Galerie "TREPPENWERK" unter der Überschrift "Die goldene Eins" die besten Arbeiten von Studierenden und Absolventen. Eine Performance über die Notwendigkeit, Stroh zu Gold zu spinnen, rundet ein vielfältiges Kreativprogramm ab. Das Musikinstrumenten-Museum hat den Spruch "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" beherzigt und lädt zum musikalischen Fälscherworkshop ein, der von den Leipziger BLECHbläsersolisten mit ihren Bearbeitungen von Bach bis Beat bestritten wird. Bachs Goldberg-Variationen erklingen auf historischen Tasteninstrumenten.
In einem Satz: Die Universität Leipzig ist nicht nur eine große Lehranstalt, sondern auch ein bedeutsames Kulturinstitut, das den spielerisch-unterhaltsamen Umgang mit seinen zum Teil Jahrhunderte alten Schätzen nicht scheut.

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