Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 17. April 2014 

FH Aalen: 25. Gießereisymposium

25.04.2004 - (idw) Fachhochschule Aalen


Zum 25. Mal schon fand das Aalener Gießereisymposium statt. Etwa 25 Aussteller und über 200 Gäste aus der Branche des Metallgusses kamen für zwei Tage an die Fachhochschule Aalen, um sich über aktuelle und künftige Technologien des Druckgießens auszutauschen. Zum Jubiläum fiel der Blick auch zurück auf die vergangenen 25 Jahre, in denen der Leiter der ARGE Metallguss, Prof. Dr. Dr. Friedrich Klein, das Symposium organisierte. Der Professor für Fertigungstechnik geht mit dem Ende des Sommersemesters in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Prof. Dr. Lothar H. Kallien, moderierte das Symposium in diesem Jahr.

In den Beiträgen von Firmen aus dem In- und Ausland wurde deutlich, welch rasante Entwicklung die Technik in den Druckgießereien in den letzten 25 Jahren genommen hat: Die Druckgussmaschinen arbeiten wesentlich präziser und weisen zugleich eine größere Prozessstabilität auf; die Metalllegierungen lassen sich einfacher verarbeiten und besitzen zugleich bessere Festigkeitswerten; die Gießformen wurde vor dem Hintergrund eines besseren Verständnisses der Abkühlphasen wärmetechnisch günstiger ausgelegt; und auch Hilfsmittel wie Schmier- und Trennstoffe wurden verbessert und vor allem verringert, um die staatlichen Umweltauflagen zu erfüllen.

Ein neues Konzept für eine Kaltkammergießmaschine stellte Prof. Dr. Dr. Klein auf dem Symposium vor, die einen geringen Kreislaufanteil besitzt, Umlenkungen im Gießsystem vermeidet und so die Fertigungskosten von Gussteilen reduziert. Die Kaltkammermaschine besteht aus einer mehrteiligen Gießkammer, die sich in einer leicht veränderten Position befindet. Die Gießkammer ist isoliert gegenüber der Druckgießform, wobei zwei Gießeinheiten eingesetzt werden.

Prof. Dr. Dr. Kleins Mitarbeiter Dr. M. King präsentierte auf dem Symposium aktuelle Forschungsvorhaben:
· Wechselfestigkeit von Magnesiumdruckgusslegierungen in Abhängigkeit von Art, Größe und Verteilung von inneren Hohlräumen;
· Automatisierte Prüfung von Druckgussteilen mit Hilfe der 3D-Röntgen-Computertomographie;
· Herstellung von Prototypen mit keramischen Formeinsätzen;
· Virtuelle Restaurierung archäologischer und kunsthistorischer Objekte; und
· Strömungsoptimierte Oberflächenstrukturierung von Druckgießformen mittels Femtosekunden-Lasertechnologie.

Der Vorsitzende des Gesamtverbandes Deutscher Metallgießereien, Bernd Voigtländer, hob die Bedeutung des Aalener Gießereisymposiums für die Druckgussindustrie hervor und wünschte im Namen derselben eine erfolgreiche Fortführung der wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe an der Fachhochschule Aalen. Voigtländer bedankte sich auch persönlich bei Prof. Dr. Dr. Friedrich Klein für dessen Engagement auf dem Gebiet des Metallgießens.

Der Tagungsband ist erhältlich bei:
Frau Kinzler
mail@arge-metallguss.de
uniprotokolle > Nachrichten > FH Aalen: 25. Gießereisymposium

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/33033/">FH Aalen: 25. Gießereisymposium </a>