Fischsaurierfriedhof von Eislingen ist weltweit einmalig27.04.2004 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Einladung Tübinger Ausgrabungen auch im Jahr 2004 Sehr geehrte Damen und Herren, in den Jahren 2002 und 2003 wurden im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes zwischen der Kreisarchäologie Göppingen und dem Institut für Geowissenschaften der Eberhard Karls Universität Tübingen mehrere Ausgrabungen im Bereich des Fischsaurierfriedhofs von Eislingen durchgeführt. Bei den Untersuchungen der Vorjahre im Bereich der immer noch im Bau befindlichen B 10-Trasse konnten 17 Fischsaurier lokalisiert und größtenteils geborgen werden. Zur Überraschung der Wissenschaftler befinden sich unter den weit über 1000 Knochenfunden der jetzt abgeschlossenen Grabungskampagne 2004 nicht alleine Fischsaurierreste, sondern erstmals auch zahlreiche Skelettelemente von Krokodilen, Haien und einem der überaus seltenen Plesiosaurier. Nach bisherigem Kenntnisstand hat sich die Gesteinsschicht, aus der diese Funde stammen, vor 181 Millionen Jahren am Grund des Jurameeres gebildet und ist somit jünger als der Posidonienschiefer von Holzmaden. Zudem machen erstaunliche Neufunde aus Bartenbach deutlich, dass die Anreicherung von Saurierresten in dieser Schicht viel weiträumiger ist als bisher angenommen: Der Eislinger Fischsaurierfriedhof dürfte eine Fläche von mehreren Quadratkilometern umfassen und ist somit weltweit einzigartig. Die bisher durchgeführten mikropaläontologischen und geochemischen Untersuchungen legen den Verdacht nahe, dass der Tod dieser Tiere mit einer Ökokatastrophe in Zusammenhang steht. Die beteiligten Wissenschaftler werden Ihnen in einer Pressekonferenz über die Neufunde und den aktuellen Forschungsstand berichten, zu der wir Sie herzlich fürFreitag, den 30. April, 10.30 Uhr, in den Leutrum-Saal auf Schloss Filseck bei Uhingen, Landkreis Göppingen einladen. Ihre Gesprächspartner werden der Göppinger Kreisarchäologe Dr. Reinhard Rademacher sowie die Tübinger Paläontologen Dr. Dr. Michael Montenari und Philipe Havlik sein. Sie werden die neuen Funde präsentieren, von denen Sie auch elektronische Fotos per E-Mail erhalten können. Mit freundlichen Grüßen Michael Seifert
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