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Risikokarte: Überblick über Katastrophen-Gefahr

28.04.2004 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Das CEDIM stellt erste Ergebnisse für Hochwasser und Erdbeben vor

Orkane, Hochwasser, Erdbeben: Schäden durch Naturkatastrophen nehmen auch in Deutschland zu. Für die Vorhersage, Bewältigung und Schadensbegrenzung von Katastrophen ist es entscheidend, dass präzise Vorhersagen über die Gefährdung einzelner Gebiete zur Verfügung stehen. Wissenschaftler des Center for Disaster Management und Risk Reduction (CEDIM) der Universität Karlsruhe und des GeoForschungsZentrums Potsdam entwickeln deshalb eine solche Risikokarte für Deutschland.

Erste Ergebnisse für Baden-Württemberg aus den Forschungsbereichen Hochwasser und Erdbeben präsentiert das CEDIM erstmals bei einer

Pressekonferenz
am Mittwoch, 5. Mai, um 11.30 Uhr
im Gebäude 10.11, Kaiserstraße 12,
der Universität Karlsruhe.

Dazu laden wir die Medienvertreterinnen und -vertreter herzlich ein.

Mit welchen Methoden und Instrumenten lässt sich das Risiko eines Hochwassers korrekt beurteilen? Wissenschaftler des CEDIM erläutern dies anhand des Neckars: So geben sie für die Neckarregion eine Beurteilung des Hochwasserrisikos ab und zeigen, dass in bestimmten Fällen mit enorm hohen Schäden zu rechnen ist. Grundlage dieser Arbeiten sind Gefährdungs- und Risikokarten.

Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern, die in Deutschland am stärksten durch Erdbeben gefährdet sind. Hohe Bevölkerungsdichten und Industrieansiedlungen sowie eine dichte Infrastruktur verschärfen die Situation zusätzlich. Für den Raum Stuttgart präsentieren die Forscher deshalb mehrere Erdbebenszenarien, die auch konkrete Werte der zu erwartenden Schäden im Falle eines Erdbebens enthalten.


Hochwasser und Erdbeben sind nur zwei von mehreren Risiken, welche die Wissenschaftler am CEDIM untersuchen. Weitere Themen sind Stürme, Weltraumwetter, die Gefährdung der Infrastrukturen von Auto- und Eisenbahn sowie Man-Made Hazards. Professor Lothar Stempniewski, Sprecher des CEDIM, erklärt: "Wir definieren für jedes Gebiet so genannte Verletzlichkeiten auf Basis von unterschiedlichen Parametern, wie beispielsweise Bevölkerungsdichten oder der Verteilung von Gebäuden." Anhand dieser Werte errechnen die Forscher Schadenspotenziale, die in Euro angegeben werden und von der Art und Schwere der Katastrophe abhängen.

Mit ihren Untersuchungen möchten die Wissenschaftler die Risiken für die einzelnen Gebiete quantifizierbar und damit vergleichbar machen. Da diese Aufgabe durch herkömmliche wissenschaftliche Arbeit, die sich auf einzelne Disziplinen konzentriert, nicht erreichbar ist, arbeiten Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen im CEDIM zusammen. Beteiligt sind Gruppen aus dem Ingenieurwesen, aus der Meteorologie, Geologie, Geophysik, Hydrologie, Versicherungswissenschaft, Risikowissenschaft, Ökonomie und der Geoinformatik. Das CEDIM gehört zu den interdisziplinären Exzellenzzentren der Universität Karlsruhe; es wurde 2002 von der Fridericiana und dem GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) eingerichtet.

Um Rückantwort mit beiliegendem Formular wird bis Freitag, 30. April, gebeten.


Nähere Informationen:
Angelika Schukraft

Presse und Kommunikation
Universität Karlsruhe (TH)
Telefon: 0721/608-6212
E-Mail: schukraft@verwaltung.uni-karlsruhe.de


Antwort bis Freitag, 30. April 2004, erforderlich!
Fax: 0721/608-3658

An der Pressekonferenz

am Mittwoch, 5. Mai 2004, 11.30 Uhr,
an der Universität Karlsruhe

nehme ich

o teil

o nicht teil.


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