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HU: Die Juniorprofessur wird zwei Jahre alt

03.05.2004 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Die Humboldt-Universität zu Berlin pflegt ihre wissenschaftliche Zukunft

Der Informatiker Prof. Dr. Anusch Taraz und der Mathematiker Prof. Dr. Peter Bank hatten am 1. Mai 2002 als erste Juniorprofessoren ihre Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin aufgenommen. An einer entscheidenden Fehlstelle des deutschen Wissenschaftssystems hatte die Universität bereits vor drei Jahren begonnen, die Juniorprofessur im Pilotverfahren und in großem Maßstab einzuführen. Ziel war es, hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlern - entscheidend früher als sonst in der Bundesrepublik üblich - eine eigenverantwortliche und eigenständige Forschung und Lehre zu ermöglichen.

"Die Zukunft der Universitäten hängt maßgeblich von der Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses ab", erklärt Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin. "Wenn wir international konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen wir in diesem Bereich auch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schaffen. Mit der Juniorprofessur ist uns dies gelungen".

An der Humboldt-Universität zu Berlin arbeiten heute 45 Juniorprofessorinnen und -professoren. Ein Viertel von ihnen kam aus dem Ausland - zum Teil als deutsche Rückkehrer. Die jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind bei ihrem Amtsantritt durchschnittlich 34 Jahre alt. 32% von ihnen sind Frauen - also ein weitaus höherer Anteil als bei C3- und C4-Professuren. Familie und Beruf lassen sich dabei gut vereinbaren: 40% der Juniorprofessorinnen haben Kinder, die auch zum Teil kurz vor oder während des neuen Amtes geboren wurden.

Die Juniorprofessorinnen und -professoren haben in Berlin die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre Kollegen auf C3- und C4- Stellen (mit Ausnahme des Habilitationsrechtes). Dabei genießen sie das Privileg der Jüngeren und Lernenden: Ihre Lehrverpflichtung ist in den ersten drei Jahren auf vier Semesterwochenstunden begrenzt, und ihre Arbeit wird nach drei Jahren evaluiert - eine wichtige Rückmeldung für den Nachwuchs und ein Instrument der Qualitätssicherung für die Universität. An der Humboldt-Universität wurde für die Juniorprofessorinnen und -professoren sogar ein spezielles Weiterbildungsangebot entwickelt, das sie bei ihren neuen akademischen Aufgaben unterstützen soll.

Mit dem am 27. April 2004 vom Akademischen Senat der Humboldt-Universität verabschiedeten Strukturplan werden die Stellen der Juniorprofessuren in einem Verhältnis zu Professoren von 1:4 auf Dauer verankert.

Die Humboldt-Universität zu Berlin führt bundesweit in der Nachwuchsförderung mit:
45 Juniorprofessuren
18 Graduiertenkollegs
15 Nachwuchswissenschaftlern auf Eigener Stelle (DFG-Programm)
12 DFG-Nachwuchsgruppen (Emmy-Noether Programm und andere)
8 Nachwuchsgruppen der VolkswagenStiftung

Informationen Mirjam Müller, M.A., Büro des Vizepräsidenten für Forschung
Telefon [030] 2093-2851
e-mail mirjam.mueller@uv.hu-berlin.de
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