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Auf Rekordniveau: 34.488 Studierende sind an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeschrieben

20.05.2004 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Studierendenzahlen haben im Sommersemester 2004 einen neuen Höchststand in der Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität erreicht.

Die Studierendenzahlen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben ein neues Rekordniveau erreicht: 34.488 junge Frauen und Männer studieren im Sommersemester 2004 an der Mainzer Hochschule. Noch vor drei Jahren lag diese Zahl um ein Viertel niedriger: 27.558 Studierende waren im Sommersemester 2001 eingeschrieben. Die Zahl der Erstsemester hat sich dabei in den zurückliegenden drei Jahren mehr als verdoppelt: 3.758 Studierende haben im April 2004 ihr Studium an der Universität Mainz begonnen. "Die durch die steigenden Studierendenzahlen entstehenden Engpässe bergen die Gefahr, dass wir die Qualität von Studium und Lehre nicht sichern können", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Michaelis, "daher sehen wir uns in der Verantwortung, über zusätzliche Zulassungsbeschränkungen nachzudenken."

Das Zulassungsverfahren für das Sommersemester 2004 mündete für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz in eine Reihe von "Rekorden". Mit insgesamt 6.387 Anträgen wurde die bereits im letzten Jahr außerordentlich hohe Bewerbungszahl nochmals um mehr als 40 Prozent überschritten. Gegenüber der Situation vor drei Jahren (Sommersemester 2001) hat sich damit die Zahl der Zulassungsanträge inzwischen mehr als vervierfacht.

Diesen "Studierendenboom" führt der Präsident einerseits auf die insgesamt nach wie vor sehr hohe Zahl von Abiturientinnen und Abiturienten zurück. "Hinzu kommt die schwierige Situation auf dem Lehrstellenmarkt, die dazu führt, dass vielfach ein Studium als Alternative zu einer Ausbildung begonnen wird", so der Präsident. Auch habe die an der Universität Mainz sowie den umliegenden Hochschulen stetig ansteigende Zahl von Zulassungsbeschränkungen Mehrfach- und Wiederholungsbewerbungen zur Folge. "Zudem hat die Einführung von Langzeit-Studiengebühren in Hessen sowie in geringem Ausmaß auch in Nordrhein-Westfalen für mindestens 1.200 der Bewerberinnen und Bewerber zu einem Studienortwechsel geführt", erklärt Professor Michaelis.

Hohe Zahl an Wechslern aus Hessen
Unter den zugelassenen Antragstellern befanden sich mehr als 1.400 Personen, die im Vorsemester an einer hessischen Hochschule eingeschrieben waren; üblicherweise bewegt sich die Zahl der Wechsler aus Hessen um 200 bis 250 für ein Sommersemester. "Die sehr viel höhere Zahl von Wechslern ist wohl auf die Einführung von Langzeitgebühren in Hessen ab dem Sommersemester 2004 zurückzuführen", berichtet der Präsident. Auffallend hoch sei bei dieser Personengruppe der Anteil der Zweitstudiumsbewerber/innen (über 80 Prozent): Personen, die bereits an einer anderen Hochschule einen ersten akademischen Abschluss erworben haben. Der größte Teil dieser Hochschulortwechsler kommt von Frankfurt (50 Prozent), aber auch aus Darmstadt (25 Prozent), Marburg (9 Prozent) und Wiesbaden (8 Prozent) haben sich ehemals hessische Studierende an der Universität Mainz eingeschrieben. Hinsichtlich der Verteilung auf die Fächer bildet diese Gruppe die übliche Verteilung an der Universität ab: Im Vordergrund des Interesses stehen die Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch die Mathematik und die Geographie verzeichnen einen deutlich höheren Anteil von Studienortwechslern aus Hessen.

Zahl der Erstsemester gestiegen
Während über viele Jahre regelmäßig ca. 1.500 bis 1.800 Einschreibungen in das 1. Fachsemester den Standardwert für ein Sommersemester darstellte, ist diese Zahl in den zurückliegenden drei Jahren kontinuierlich angestiegen und hat sich im Sommersemester 2004 mit aktuell 3.758 mehr als verdoppelt. Mit derzeit insgesamt 34.488 Einschreibungen hat zugleich auch die Gesamtzahl der an der Universität Mainz Studierenden einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig ist die Zahl der Studierenden innerhalb der Regelstudienzeit auf 23.458 angestiegen, auch das ein absoluter Höchststand.

Diese hohe Nachfrage stellt für die Universität eine große Herausforderung dar, sind doch ihre Kapazitäten weder in der Lehre noch in der Studierendenverwaltung auf solche Zahlen ausgelegt. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist auf eine Gesamtstudierendenzahl von rund 18.000 konzipiert. Mit derzeit über 34.000 Studentinnen und Studenten - eine Rekordmarke in der Geschichte der Hochschule - hat die Universität somit nominell einen Auslastungsgrad von fast 190 Prozent erreicht. In manchen Fächern wie beispielsweise der Soziologie liegt die Betreuungsrelation bei mehr als 200 Studierenden pro Professor.

Weitere Informationen:

Petra Giegerich, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 06131/39-22369, E-Mail: presse@verwaltung.uni-mainz.de
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