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Neuer Master-Studiengang Evaluation

20.05.2004 - (idw) Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Auf dem Weg zu einer neuen Qualitätskultur

Zum Wintersemester 2004/2005 bieten die Universität des Saarlandes, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und die Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit Saarbrücken den europaweit neuen und einzigartigen kooperativen Master-Studiengang "Evaluation" an.

Die Probleme zu lösen, die unsere Gesellschaft in nahezu allen Bereichen durchziehen, ist unbestritten das vorrangige Ziel von Politik und Wirtschaft. Die verantwortlichen Akteure leiten dazu Reformmaßnahmen ein und setzen Programme auf. Problematisch ist, dass die eingeleiteten Maßnahmen zu selten auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden. Gerade in Zeiten knapper finanzieller Mittel ist es notwendig, effiziente von uneffizienten Maßnahmen zu trennen.

Hier kann Evaluation ansetzen. Immer mehr Bereiche der Gesellschaft, vom Bildungswesen über die Wirtschaftsförderung bis zur Forschungspolitik, werden zunehmend durch Evaluationsprogramme überprüft. Evaluation ist dabei als Qualitätsmanagement, Aufgabenkritik, Erfolgs- oder Leistungskontrolle zu sehen. Politische und soziale Programme und Maßnahmen können mit den Methoden der Evaluation auf ihre Wirksamkeit und Nachhaltigkeit hin überprüft werden. Damit werden Entscheidungsträgern Werkzeuge und Argumente an die Hand gegeben, die in Zukunft zu rationaleren Entscheidungen und ihrer Durchsetzung führen können.

Der Trend, politische Akteure zunehmend an der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit ihrer Politik, kurz an ihrem Erfolg, zu messen, wird der Evaluation zu Recht weiteren Aufwind verschaffen. Der Bundesrechnungshof empfiehlt die Schaffung organisatorischer und methodischer Voraussetzungen für die Durchführung von Evaluationen, fordert entsprechende Methoden und Verfahren zu entwickeln und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Durchführung von Erfolgskontrollen qualifiziert aus- und fortzubilden.
Der gewachsenen Nachfrage nach Evaluation steht jedoch nur ein geringes Angebot an professionellen Evaluatoren gegenüber. Die Qualität von Evaluationsstudien leidet darunter und droht, ein sinnvolles Instrument in Misskredit zu bringen. Ursächlich sind die europaweit mangelnden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich.
Mit dem neuen Masterstudiengang Evaluation werden die drei saarländischen Hochschulen der wachsenden Nachfrage nach professionellem und hochqualifiziertem Evaluationspersonal gerecht. Der kostenpflichtige Masterstudiengang, pro Semester fallen 750 Euro Studiengebühren an, ist als Vollzeitstudienprogramm ausgerichtet und soll Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus dem In- und Ausland die Gelegenheit eröffnen, sich im Rahmen eines viersemestrigen Studiums zusätzliche Qualifikationen für eine wissenschaftliche bzw. professionelle Tätigkeit in einem Forschungs- und Berufsfeld anzueignen, das sehr gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Der praxisorientierte Studiengang bereitet sowohl auf die wissenschaftliche Bearbeitung von Evaluationsfragestellungen, als auch auf gutachterliche und beratende Tätigkeiten im Evaluationsbereich vor. Gleichzeitig vermittelt er Kernkompetenzen, die organisationsintern auf Aufgaben im Zusammenhang mit Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung vorbereiten und damit breite Tätigkeitsfelder eröffnen.
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