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ADS04 oder: Der emotionale Computer

29.05.2004 - (idw) Universität Augsburg

Workshop on Affective Dialogue Systems vom 14. bis zum 16. Juni 2004 im Tagungszentrum Kloster Irsee ---

Menschliche Kommunikationspartner versuchen, Emotionen ihres Gegenübers zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Jüngste Forschungen im Bereich der Mensch-Maschine-Kommunikation befassen sich damit, ein solches Verhalten auf Computer zu übertragen. Um Fragen und Probleme, die sich dabei stellen, dreht sich der dritte Workshop on Affective Dialogue Systems (ADS04), der vom 14. bis zum 16. Juni 2004 im Tagungszentrum Kloster Irsee stattfindet. Organisiert wird dieser Workshop von der Augsburger Informatikerin Prof. Dr. Elisabeth André (Lehrstuhl für Multimedia-Konzepte und ihre Anwendungen) zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der University of Southern Denmark, der Universität Ulm und der DaimlerChrysler AG.

"Wie kann man Emotionen automatisch anhand der Mimik, der Gestik und der Sprache eines Benutzers erkennen? Kann ein Computer emotionales Verhalten durch die Beobachtung und Analyse menschlichen Verhaltens erlernen? Mit welchen Modellen lässt sich emotionales Verhalten simulieren - etwa um emotionale Äußerungen zu erzeugen? Macht es gar Sinn, dass Computersysteme selbst Emotionen haben? Und schließlich die vielleicht wichtigste Frage von allen: In welchen Anwendungskontexten ist ein emotionaler Computer überhaupt wünschenswert?" - so umreißt André das Themenspektrum dieses dritten ADS-Workshops, der sich - nach zwei äußerst erfolgreichen Vorgängern in den Jahren 1999 und 2002 diesmal insbesondere auf die Berücksichtigung emotionaler Aspekte bei der Systemimplementierung konzentriert.

REFERENTEN AUS GANZ EUROPA, DEN USA, KANADA UND JAPAN

Nicht zuletzt aufgrund seiner interdisziplinären Ausrichtung hat der Workshop die Aufmerksamkeit einer Vielzahl von Forschern aus unterschiedlichen Fachrichtungen auf sich gezogen. Insgesamt werden 21 Lang- sowie 14 Kurzpapiere aus zehn West- und Osteuropäischen Ländern sowie den USA, Kanada und Japan vorgestellt. Das Spektrum der Beiträge umfasst u. a. die Bereiche "Erkennung und Synthese emotionaler Sprache, computergestützte Modelle zur Repräsentation und Verarbeitung von Emotionen, virtuelle Charaktere, lernbasierte Systeme und Benutzermodellierung sowie mehrkanalige Sensorsysteme zur Emotions- und Stresserkennung.

INTERAKTION MIT VIRTUELLEN CHARAKTEREN

Ergänzt wird das Programm durch eine Reihe von Systemverführungen: Der Besucher vor Ort kann mit virtuellen Charakteren interagieren, die emotionales Verhalten durch synchronisierte Mimik, Gestik und Sprache äußern, oder er kann testen, inwiefern ein Computersystem in der Lage ist, Benutzeremotionen zu erkennen. Der Tradition der beiden vorangegangenen Workshops folgend wird außerdem ein Einführungskurs angeboten, in dem neueste Trends und Verfahren im Bereich affektive Mensch-Maschine-Kommunikation vorgestellt werden.

Die Workshopbeiträge werden von Springer in der LNCS (Lecture Notes for Computer Science) Serie veröffentlicht (siehe http://www.springeronline.com/3-540-22143-3)

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KONTAKT:
Prof. Dr. Elisabeth André
Lehrstuhls für Multimedia-Konzepte und ihre Anwendungen
Universität Augsburg
Eichleitnerstraße 30
86159 Augsburg
Telefon 0821/598-2341
Telefax 0821/598-2349
andre@informatik.uni-augsburg.de

WEITERE INFORMATIONEN IM INTERNET:
http://www.sigmedia.org/ads04
http://www.springeronline.com/3-540-22143-3
http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=51600
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