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Qualifizierung zum Wirtschaftsmediator

03.06.2004 - (idw) NWA, Nordwestdeutsche Akademie für wissenschaftlich-technische Weiterbildung e.V.

Die Universität Osnabrück und die Nordwestdeutsche Akademie für wissenschaftlich- technische Weiterbildung e.V., NWA, bieten eine Weiterbildung zum Wirtschaftsmediator an. Eine Informationsveranstaltung über Mediation in Recht und Wirtschaft sowie über die Weiterbildung zum Wirtschaftsmediator findet am 10. Juni 2004 um 19 Uhr in der Universität Osnabrück, im Schloss, Raum 11/216, Neuer Graben, 49069 Osnabrück, statt.


Prof. Dr. Günter Bierbrauer
Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert, Vorsitzender des Vorstandes der Sievert AG, Osnabrück Im Wirtschaftsleben entstehen Konflikte oft durch Missverständnisse und Unklarheiten. Eskalieren solche Streitigkeiten, bleibt häufig nur noch die gerichtliche Klärung. Um dies zu vermeiden, wird jetzt auch in Deutschland immer häufiger mit Hilfe der Mediation ein alternatives, außergerichtliches Verfahren zur Konfliktregelung eingesetzt. Die Nordwestdeutsche Akademie für wissenschaftlich-technische Weiterbildung e.V., NWA, bietet nun in Kooperation mit der Universität Osnabrück ab dem 12. November 2004 erstmalig eine zwölfmonatige Weiterbildung zum Wirtschaftsmediator an. Ein Informationsabend über Mediation in Recht und Wirtschaft sowie über die angebotene Weiterbildung zum Wirtschaftsmediator findet am Donnerstag, den 10. Juni 2004 um 19 Uhr in der Universität Osnabrück, im Schloss, Raum 11/216, Neuer Graben, 49069 Osnabrück, statt.

"Das Ziel der Mediation besteht darin, dass die Konfliktparteien eine zweckmäßige und allseits zufriedenstellende Übereinkunft ohne Image- und Gesichtsverlust unter Einschaltung einer neutralen Person finden", erläutert Sozialpsychologe Prof. Dr. Günter Bierbrauer von der Universität Osnabrück. Der Vorteil dieses Vorgehens bestehe darin, dass in einem Mediationsverfahren die Hintergründe des Konfliks herausgearbeitet und die eigentlichen Interessen der Beteiligten bei der Lösung im Mittelpunkt stehen. Das Ergebnis: "Reibungsverluste werden reduziert, eine weitere Eskalation des Konflikts vermieden." Am Ende des Verfahrens steht eine gemeinsam formulierte Vereinbarung, welche eine rechtliche Sicherheit gibt.

Das Verfahren wird seit 20 Jahren insbesondere in den USA, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden vor allem in der Raumplanung, bei Familienangelegenheiten und in der Wirtschaft eingesetzt. Die zweihundert größten US-Unternehmen haben sich gegenseitig verpflichtet, im Falle eines Konfliktes zunächst einen Mediator einzuschalten. "Die Vorteile liegen auf der Hand," so der Osnabrücker Unternehmer Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert. "Die Beziehung zwischen den Beteiligten wird geschont, Geschäftsgeheimnisse bleiben wegen der nichtöffentlichen Mediationsgespräche gewahrt. Das Verfahren ermöglicht das rasche Finden einer allseits befriedigenden Regelung mit Zukunft. Zudem sind die Verfahrenskosten gering und vorab zuverlässig abschätzbar."

Unabdingbar für eine erfolgreiche Mediation ist neben der Bereitschaft der Beteiligten jedoch die professionelle Ausbildung des Mediators. "Wer glaubt, er sei der geborene Mediator und werde mit jedem Konflikt fertig, der wird in einem Verfahren erkennen, dass er schnell an seine Grenzen stößt", betont der Osnabrücker Unternehmer Sievert, der zusammen mit Juristen, Psychologen und Betriebswirten an dem Programm zur Ausbildung von Wirtschaftsmediatoren beteiligt ist.

Nähere Informationen sind bei der NWA unter Tel.: 0541.969.3060 oder im Internet unter der Adresse: www.nwa-akademie.de erhältlich.

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