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Studientag "Von Picasso lernen" an der TU Dresden

08.06.2004 - (idw) Technische Universität Dresden

Lehrreiches von Pablo Picasso

Pablo Picasso war ein Künstler mit weltweitem Ruf, der nicht nur Kunstliebhaber begeisterte. Doch was können wir in der intensiven Analyse seines Lebens und seiner Werke lernen? Unter dem Motto "Von PICASSO lernen" steht der Studientag am 10. Juni 2004, der von der Professur für Kunstgeschichte und der Professur für Romanistik an der TU Dresden veranstaltet wird. Im Rahmen der Ausstellung "Dreigestirn der Moderne - Picasso, Miró, Tàpies" treffen sich TU-Wissenschaftler und weitere Picasso-Spezialisten in den Universitätssammlungen. Kunst+Technik in der Altana-Galerie im Görgesbau, Helmholtzstraße 9.

Professor Henrik Karge vom Institut für Kunst- und Musikwissenschaft an der TU Dresden will in seinem Vortrag "Picasso und Spanien - Ein nationaler Mythos in der Moderne" das spannungsreiche Verhältnis des Malers zu seiner spanischen Heimat durchdringen. Picasso siedelte bereits mit 23 Jahren von Spanien nach Frankreich über. Dennoch faszinierten ihn die spanischen Traditionen wie der Stierkampf und der Flamenco fortdauernd und wurde von ihnen zu mehreren Reisen durch Spanien veranlasst. Nach dem Aufstieg des Franco-Regimes jedoch kehrte Picasso nicht wieder in sein Heimatland zurück. In dem Referat analysiert Professor Karge, ob gerade die Ferne von Picassos Betrachtungsweise die künstlerischen Erkenntnisse der Eigenheiten Spaniens verstärkt hat.

Mit Picassos Bild "Guernica" und dessen Bedeutung befasst sich Professor Werner Spies von der Kunstakademie Düsseldorf im Referat "Picassos Guernica - das Historienbild des 20. Jahrhunderts". In dem Bild "Guernica" wollte Picasso die Schrecken der modernen anonymen Kriegsführung festhalten und bewahrt damit auch heute noch Aktualität.

Dass Picasso nicht nur Maler, sondern auch Zeichner und Grafiker war, zeigt der Vortrag "Mit der Hand erdacht. Zeichnung und Grafik im Werk von Pablo Picasso" von Professor Wolfgang Holler, Direktor des Kupferstich-Kabinetts. Im zeichnerischen und grafischen Werk Picassos finden sich Themenkreise wie Zirkus, antike Mythologie, Maler und Modell oder Stierkampf, die er werkvorbereitend oder autonom schuf.

Weshalb war Picasso so berühmt und warum gilt er als Inbegriff des modernen Künstlers schlechthin? Dieser und anderen Fragen geht der Kunstkritiker Dr. Wilfried Wiegand in seinem Vortrag "Picassos Weg zum Jahrhundertgenie" nach und befasst sich mit der Entstehung und den Ursachen des Weltruhmes, den Picasso nach wie vor für sich verbucht.

Im Anschluss an die Vorträge wird der Film "Le mystère Picasso" gezeigt.

Informationen für Journalisten: Prof. Henrik Karge, Tel. 0351 463-35707
TU Dresden, Pressestelle, Tel. 0351 463-32398
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