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Uni DuE: Zum Feiern doppelter Anlass - Seit 30 Jahren Förderunterricht

16.06.2004 - (idw) Universität Duisburg-Essen

Der auf dem Campus Essen der Uni Duisburg-Essen angebotene Förderunterricht für Kinder und Jugendliche ausländischer Herkunft wird 30 Jahre alt. Am kommenden Freitag (18. Juni) gibt es deshalb doppelten Grund zum Feiern: das Projekt-Jubiläum und den Erfolg in den Abschlussprüfungen des Abiturienten-Jahrgangs 2004.

49 junge Frauen und Männer haben die Allgemeine Hochschulreife erworben, 80 legten das Fachabitur ab. Tanz- und Musikgruppen gestalten ihnen zu Ehren am Freitag ab 17 Uhr im Glaspavillon an der Universitäts-, Ecke Gladbecker Straße das Festprogramm. Erster Gratulant wird der Rektor der Universität Duisburg-Essen, Professor Dr. Lothar Zechlin, sein.

Mitarbeiter des Instituts für Migrationsforschung, Interkulturelle Pädagogik und Zweitsprachendidaktik (IMAZ) am Essener Fachbereich Literatur- und Sprachwissenschaften betreuen das Projekt Förderunterricht in Kooperation mit dem Schulverwaltungsamt der Stadt Essen und einer großen Zahl Essener Schulen. 2002 zeichnete der Bundespräsident die Arbeit mit dem 1. Preis im Wettbewerb zur Integration von Zuwanderern aus.

Universitätsmitglieder in Essen hatten bereits im Schuljahr 1973/74 mit der sprachlichen und fachlichen Förderung von Schülern griechischer, türkischer und jugoslawischer Herkunft begonnen, weil sie die Notwendigkeit der schulischen und kulturellen Integration von Kindern und Jugendlichen ausländischer Herkunft als Voraussetzung für bessere Bildungschancen erkannt hatten. 20 Jungen und Mädchen konnten damals am Förderunterricht teilnehmen, 740 waren es im Schuljahr 2003/04. Sie repräsentieren 48 Nationalitäten und sprechen 60 Muttersprachen.

Um die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 unterrichten zu können, gewannen die Projektbetreuer 124 Förderlehrer, die in ihrer Mehrheit in Essen ein Lehramtsstudium absolvieren und den Unterricht in all den Fächern erteilen, in denen fachliche oder sprachliche Probleme auftauchen. Viele der Lehrer sind selbst ehemalige Förderschüler und wissen, was sie dem Angebot der Universität zu verdanken haben.

Als Förderlehrer können sie an Fortbildungen zur Qualifizierung für die Vermittlung von Sprach- und Fachwissen teilnehmen und sich damit auf besondere Weise auf ihre spätere Arbeit als Lehrer oder Ausbilder vorbereiten.

Seit dem Jahr 2000 haben auch andere Universitäten das erfolgreiche Essener Modell übernommen. Vergleichbare Förderangebote gibt es inzwischen nicht nur auf dem Campus Duisburg der Uni Duisburg-Essen, sondern auch in Bochum, Dortmund, Bielefeld und Köln. Ins Programm einklinken wollen sich auch die Städte Gelsenkirchen und Bottrop. Wer finanzielle Unterstützung braucht, kann sich an die Stiftung Mercator GmbH wenden: www.stiftung-mercator.de.


Hinweis für die Redaktionen: Die Jubiläums- und Abiturfeier im Projekt Förderunterricht beginnt am Freitag, 18. Juni, 17 Uhr, im Glaspavillon auf dem Campus Essen der Universität Duisburg-Essen. Vertreter Ihrer Redaktion sind dazu herzlich eingeladen.


Redaktion: Monika Rögge, Tel.: (0201) 183-2085
Weitere Informationen: Dr. Claudia Benholz, Tel.: (0201) 183-3248; E-Mail: claudia.benholz@uni-essen.de
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