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Damit Sport und Studium unter einen Hut gehen - Uni wird Partnereinrichtung des Leistungssports

28.06.2002 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Durch eine Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Chemnitz-Dresden e. V. sollen sich die Studienbedingungen für Kadersportler an der TU Chemnitz erheblich verbessern - sie werden fortan persönlich von studentischen Tutoren betreut und können nach flexiblen Sonderstudienplänen studieren.

TU Chemnitz kooperiert mit hiesigem Olympiastützpunkt - flexibleres Studium möglich

Hochleistungssportler, die an der TU Chemnitz eingeschrieben sind, sollen ab dem Wintersemester 2002/03 ihr tägliches Trainingspensum und die häufigen Wettkämpfe besser mit den Anforderungen ihres Studiums unter einen Hut bekommen. Um den stressigen Alltag der vielleicht zukünftigen Olympiasieger zu erleichtern, werden die Chemnitzer Universität und der Olympiastützpunkt Chemnitz-Dresden e. V. fortan viel enger zusammenarbeiten. Am 3. Juli 2002 unterzeichnen Uni-Rektor Prof. Dr. Günther Grünthal und Klaus Pedd als Leiter des hiesigen Olympiastützpunktes eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Diese Veranstaltung findet um 15 Uhr auf der Bühne vor dem Haupteingang der Mensa, Reichenhainer Str. 55, im Rahmen des diesjährigen Campusfestes statt. Die TU Chemnitz wird damit eine offiziell anerkannte Partnereinrichtung des Leistungssports.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, studierenden Spitzensportlern neben einer sportlichen Karriere auch eine akademische Ausbildung zu ermöglichen. Zugleich sollen Benachteiligungen im Studium, die durch das sportliche Engagement entstehen könnten, verhindert werden. "Wir wollen Kadersportlern optimale Studienbedingungen bieten und sie somit verstärkt an unsere Universität binden", erläutert der Dekan der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz, Prof. Dr. Albrecht Hummel, der das gemeinsame Vorhaben als Inhaber der Professur für Sportwissenschaft initiierte.

Vom kommenden Wintersemester an können sich die in Chemnitz studierenden Athleten auf eine vielfältige Unterstützung der Universität verlassen. Besonders freuen dürfte es die Kadersportler, dass fortan jedem ein studentischer Tutor zur Seite gestellt wird, mit dem er ganz individuell den versäumten Lernstoff aufarbeiten oder sich intensiv auf Prüfungen vorbereiten kann. Zudem sollen sich in Zukunft Sonderstudienpläne eher nach den persönlichen Trainings- und Wettkampfplanungen der Athleten richten. "Für unsere Kadersportler gelten dann flexiblere Anwesenheitszeiten. Prüfungs- oder Praktikumstermine werden individuell abgestimmt und bei Bedarf Urlaubssemester als Meisterschaftssemester eingeräumt", so Prof. Hummel.

Derzeit haben sich in Chemnitz sechs solcher Kadersportler eingeschrieben, die entweder aus Bundes- oder Landesmitteln gefördert werden. Der Leichtathlet Tobias Pfennig gehört dazu. "Bislang habe ich mich ganz gut durch die ersten Semester meines Studiums der Medienkommunikation durchgekämpft", sagt der 20-Jährige, der seit dem Wintersemester 2001/02 an der TU studiert, am Chemnitzer Olympiastützpunkt trainiert und im letzten Jahr deutscher Juniorenmeister über die 200-Meter-Distanz wurde. Seinen Alltag hat er straff durchorganisiert: "Morgens studiere ich, nachmittags gehe ich zum Training und in jeder freien Minute dazwischen pauke ich für Klausuren oder Referate." Auch die Siebenkämpferin Kristina Porsche ist seit letztem Wintersemester an der Chemnitzer Uni eingeschrieben und legt sich jeden Tag mächtig ins Zeug, um das Anglistikstudium mit ihrem Trainingsplan abzustimmen: "Ich glaube, ich habe mir dieses Semester zu viel aufgebürdet. Gerade im Sommer finden so viele Wettkämpfe statt, dass ich echte Probleme habe, mich auf meine Prüfungen vorzubereiten", stöhnt die 22-jährige Sportlerin, die letztes Jahr den sechsten Platz bei ihren ersten Nachwuchs-Europameisterschaften in Amsterdam belegte.

Die tatkräftige Unterstützung seitens ihrer Universität können beide gut gebrauchen: "Variable Studienpläne bilden eine richtig gute Basis für ein optimales Training und bestmögliche sportliche Leistungen", ist sich das Sprint-Ass Tobias Pfennig sicher. Und Kristina Porsche freut sich schon auf ihren Tutor: "So bleibe ich in meinem Studium auch in besonders sportintensiven Phasen auf dem Laufenden." Die Spitzensportlerin verrät ihre Pläne für die Zukunft: "Dieses Jahr die deutschen Meisterschaften im Siebenkampf gewinnen, das Studium ordentlich abschließen, 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking dabei sein und vier Jahre später Olympiasiegerin in Sachsen werden." Denn für 2012 hat sich Leipzig offiziell für die Austragung der Olympischen Sommerspiele beim Nationalen Olympischen Komitee (NOK) beworben.

Wichtiger Hinweis für die Medien:

Während der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der TU Chemnitz und dem Olympiastützpunkt Chemnitz-Dresden e. V. besteht die Möglichkeit zu Film- und Fotoaufnahmen. Zudem vermittelt Ihnen die Pressestelle der TU Chemnitz gern einen persönlichen Kontakt zu einem an der Universität studierenden Kadersportler.

Weitere Informationen gibt Prof. Dr. Albrecht Hummel, Professur für Sportwissenschaft I (Sportpädagogik und Sportdidaktik) der TU Chemnitz, unter Telefon (03 71) 531 -4525 oder -6351 oder per E-Mail albrecht.hummel@phil.tu-chemnitz.de
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