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Informatik und Philosophie

21.06.2004 - (idw) Universität des Saarlandes

Gastvortrag von Professor Barry Smith, der im Herbst mit seinem Institut für Formale Ontologie und Medizinische Informationswissenschaften (INFOMIS) an die UdS wechselt

Um die Erarbeitung von Klassifizierungssystemen geht es in der heutigen Informatik vom Grundsatz her ebenso wie in der philosophischen Tradition der Ontologie (der Lehre vom Sein). Die Frage, wie diese Tradition für die Klassifizierung der gigantischen Datenmenge des menschlichen Genoms genutzt werden kann, thematisiert der Philosoph und Mathematiker Professor Barry Smith Ph.D. in seinem Vortrag "Prospects of Ontology: From Aristotle to the Human Genome Project" am Dienstag, dem 22. Juni auf dem Saarbrücker Campus im Konferenzraum der Informatik (Gegäude 36.1). Der Vortrag ist öffentlich.

Professor Smith, gebürtiger Engländer und Absolvent der Oxford University, lehrt Philosophie an der State University of New York at Buffalo und ist gleichzeitig Direktor des Instituts für Formale Ontologie und Medizinische Informationswissenschaften (INFOMIS), das 2002 als Teil der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig gegründet wurde. Mit diesem Institut wird der international renommierte Wissenschaftler zum Wintersemester 2004/05 an die Universität des Saarlandes wechseln. Das INFOMIS stützt sich auf zwei Millionen Euro Preisgeld des Wolfgang Paul-Preises, gestiftet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, und versteht sich als Zentrum für theoretische Forschung in der formalen und angewandten Ontologie. Es besteht aus einer interdisziplinären Forschergruppe aus Philosophie, Medizin und biomedizinischer Informatik. 2003 wurde die Arbeit des IFOMIS im Bereich der medizinischen Ontologie mit rund 400 000 Euro aus dem 6. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (FP6) der Europäischen Union gefördert. Damit ist IFOMIS in das europäische Network of Excellence zum Thema Medical Informatics and Semantic Data Mining (abrufbar unter http://www.semanticmining.org) aufgenommen, das eine Reihe europäischer Institutionen umfasst. Das FP6 wurde entwickelt, um sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene Forschung und innovative Entwicklung strukturieren, koordinieren und integrieren zu können. Die Informatik ist eines der sieben Forschungsgebiete, die durch das Rahmenprogramm als besonders wichtig eingestuft wurden. Eine weitere Förderung von über 900.000 Euro wurde Professor Smith in diesem Jahr von der Volkswagenstiftung für das Projekt "Formen des Lebens. Philosophische Dimensionen der aktuellen medizinischen Forschung" bewilligt (weitere Info hierzu unter:
http://www.ifomis.uni-leipzig.de/News/VWStiftung_2004_Presseinformation.pdf).

Weitere Information zu IFOMIS unter: http://www.ifomis.de

Fragen beantwortet Ihnen Barry Smith,
Tel. 0681/302-4169 (bis Mittwoch, 23.6.),
Tel. 0341/971-6171 (ab Donnerstag, 24.6.).
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